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Jeschurun · 1919-11-01 · Heft 11-12 (November 1919) · p. Seite 586

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1919)
Issue
Heft 11-12 (November 1919)
Date
1919-11-01
Page
Seite 586 (sequence 88)
Language
German
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586 Die Josephserzählung. B als götzendienerisch verpönte Abbildung des Bildes einer Säugeamme, die einen Knaben auf dem Arme trägt und ihn stillt, nichts anderes ist als eine Abbildung der Isis, welche den kleinen Horus trägt, wie der fernere Zusatz, daß jenes Bild Eva vorstelle, ״welche die Säugeamme der ganzen Welt ist“ eben jene Verschmelzung deutlich macht. Die neuere Forschungi), welche die gewaltige Ausbreitung des Horus- und Sarapiskultus immer wieder von neuem erweist, rückt jene religionsgeschichtlich bedeutsamen Angaben der rabbinischen Überlieferung erst in die rechte Beleuchtung. Jene zeigen uns, was ja ohnehin nicht wundernehmen darf, daß der Kultus heidnischer Gottheiten zeitweilig jüdischen Kreisen nicht ganz fremd blieb. Wenn Güdemann den Namen Osarsiph. der nach Manetho (bei Josephus Contra Apionem Kap. 26 und Kap. 28) lose Zusammenstellung aller rabbinischen Erklärungen. Der Jalkut z. St., der sich doch gewiß sonst bemüht alles zusammenzutragen, bringt weder die eine noch die andere Abweichung. Raschis Erklärung zu b. Megilla, der in זדדגו פורר eine beabsichtigte Milderung und Abschwächung des Textes erblickt, bleibt nach ־wie vor die einleuchtendste und darf nicht zu Gunsten spielerischer Einfälle aufgegeben werden: אבוס ist in der hebräischen Wiedergabe nichts weiter als ein paralleler Ausdruck zu שדד, zu welchem שרד אביס Spr. 1517 noch besonders angeregt haben mag. Wäre aber Apis gemeint, so hieße es nicht אבוס sondern אפיה. *) S. Cumont, Les religions orientales dans le paganisme romain 1907 S. 90 ff. und die bezüglichen Artikel in Eoschers Lexikon. Gegen Ende des dritten nachchristlichen Jahrhunderts wird Iax.wß Ay&Xewc als Wächter in dem Sarapistempel zu Oxyrinchus in Mittelägypten genannt. Aus dem Namen glaubt man schließen zu dürfen, daß er von Geburt Jude war, s. Schürer Geschichte des Jüdischen Volkes III, 4. Aufl. S. 49. Über Sarapis auf Münzen und Bildsäulen in Askalon, Caesarea, Ptolemais, Gerasa, Neapolis und der Aelia Capitolina s. Schürer I 3. und 4. Aufl. S. 651 und 701 sowie II 4. Aufl. S. 31, 35 f. und 40 und Jahresberichte für die Fortschritte der klass. Altertumswissensch. Jhrg. 1908. Supplementband S. 613. Über die häufige Verknüpfung des Sarapis mit 1* *6 in gnostischen Schriften, den Zauberpapyri und sonstigen Zauberform ein, einem Namen, der wohl ursprünglich mit Ea, dem Vater Marduks gleichzusetzen ist, aber von Friedrich Delitzsch, Babel und Bibel I S. 47 und 70ff. in der Form Jau fälschlich für eine monotheistische Gottes- Verehrung in Anspruch genommen wurde, s. Roscher 8. v. Sarapis II, 1 Sp. 358 ff.

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