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Jeschurun · 1919-11-01 · Heft 11-12 (November 1919) · p. Seite 583

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1919)
Issue
Heft 11-12 (November 1919)
Date
1919-11-01
Page
Seite 583 (sequence 85)
Language
German
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Die Josephserzählung. 583 aiigefügt. Diese beabsichtigt nach des Verfassers eigenen Worten ״den Mythensynkretismus der hellenistischen Periode, insoweit derselbe Spuren in der Haggada zurückgelassen hat“, zur Darstellung zu bringen. G. meint u. a. auch einen Einfluß des Osirismythus bzw. der Begräbnisgeschichte des Osiris, die nach Plutarch (De Iside et Osiride Kap. 36) mit der Eigenschaft des Osiris als eines Wassergottes in Verbindung steht: ״die Einschließung des Osiris in den Sarg bedeute nichts anderes als das Versiegen und Verschwinden des Wassers“ für die bekannte Erzählung annehmen zu sollen, welche sich Mechilta zu Exodus 13!9, ed. Friedmann S. 24 af. und a. a. O. findet. Und einen inneren Grund für die angebliche Identifizierung von Joseph und Osiris erblickt er a. a. 0. S. 39 in Gen. 4922ff-? in eben jenen Versen der heiligen Schrift, deren Bildersprache u. a. auch Daniel Völter, Die Patriarchen Israels und die ägyptische Mythologie S. 87f., der übrigens ebensowenig wie A. Jeremias u. a. von den Untersuchungen Güdemanns etwas weiß, für seine von uns gekennzeichnete Auffassung anführt. Diese These Güdemanns ist vor ihm bereits von J. Braun, Selecta sacra Amst. 1700 S. 530ff. (s. N. Brüll, Jahrbücher für jüd. Gesch. und Literatur I S. 145), A. Jellinek (bei J. H. Weiß, Mechilta S. XXI) und danach auch, und unabhängig von seinen Vorgängern, von J. H. Bondi in seiner gelehrten Schrift: Dem Hebräisch-Phönizischen Sprachzweige angehörige Lehnwörter. Leipzig. Breitkopf und Härtel, 1886, S. 120ff., vertreten worden. Um so notwendiger wird es, sich mit ihr auseinanderzusetzen. Und die* um so mehr, als die Mythologen, — s. auch unsere Ausführungen S. 193 —, ja ohnehin schon die schlichte Mitteilung der Bibel im letzten Verse der Genesis: ״. . und die Ägypter balsamierten ihn ein und taten ihn in einen Schrein in Ägypten“ mit dem Osirismythus in Parallele setzen wollten hauptsächlich unter Hinweis auf das angebliche bezügliche Motivwort aron1). (A. Jeremias, Das Alte Testament S. 343 und 384f.). *) Über ארון und אדרבא im Talmudisehen s. die Lexica und S. Krauß, Talmudische Archäologie. Gegenüber den Mythologen möchte 40*

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