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Jeschurun · 1919-11-01 · Heft 11-12 (November 1919) · p. Seite 582

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1919)
Issue
Heft 11-12 (November 1919)
Date
1919-11-01
Page
Seite 582 (sequence 84)
Language
German
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582 Di© Josephserzählung. Veranschaulichung. Auch der Gebrauch von sonstigen Lehrdar- Stellungen ist ihm nicht abzusprechen. Wenigstens ist mir dieses Urteil bei einem Buche wie dem Hiob insofern wahrscheinlich, als in ihm eine historische Grundlage zur drastischen und geistreichen Darstellung von Ideen ausgebaut worden ist. Indes was hat mit der Verwendung solcher veranschaulichenden Lehrerzählungen die israelitische Religion zu tun? Deren hervorstechendster Charakterzug liegt ja darin, daß sie behauptet, auf Tatsachen, auf objektiver Grundlage zu ruhen. Alle eingebildeten, fingierten, subjektiven Ausgangspunkte weist sie weit von sich, wie eine Diskussion der neuesten Meinungen über den Prophetismus Israels (in meiner ״Geschichte der alttestamentlichen Religion“, 2. Aufl. 1915, S. 140—156) gezeigt haben dürfte. Mit welchem Rechte also darf von ihr ausgesagt werden, daß sie die ״poetische“, d. h. gemäß dem obigen Nachweis die e r dichtete, ״Erzählung besonders in ihr Herz geschlossen habe“? Also die moderne Neigung zur Poetisierung des Alten Testaments mündet schließlich in eine Verkennung der Objektivität als des ,Grundmerkmals der israelitischen Religionsgeschichte aus, und auch deshalb ist die Frage nach der Berechtigung dieser Poetisierung eine der wichtigsten in der alttestamentlichen Wissenschaft unserer Gegenwart. Die Josephserzähiung. Von Rabbiner Dr. Jakob Horovitz, Frankfurt a. M. Osiris im Midrasch? Die haggadischen Überlieferungen über das Grab Josephs1). Meiner Kritik der Mythologen sei hier ergänzend eine solche des Kapitels Joseph — Osiris der Schrift: Religionsgeschiehtliehe Studien von M. Güdemann, Leipzig 1876 (S. "26—40) l) Eine Fortsetzung meiner Abhandlung folgt. Der Abschnitt, den ich diese3 Mal bringe, ist eine Kote zu dem Kapitel über die Mythologen.

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