Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1919-09-01 · Heft 9-10 (September 1919) · p. Seite 464

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1919)
Issue
Heft 9-10 (September 1919)
Date
1919-09-01
Page
Seite 464 (sequence 38)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2292929-2292989-2292994--03763-2297043
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

464 Über d. Zusammenhang zwischen schriftlicher u. mündlicher Lehre. gehenden יקריבנו schon enthalten war. Die Voranstellung von יקריב will also sagen, daß auch hierin ein neues Moment liegt, das hervorgehoben werden soll: יקריב אוחו מ״מ אפילו באונס. Er soll es jedenfalls bringen, selbst wenn er durch Zwangsmittel dazu genötigt werden müßte. (Ich habe schon an anderer Stelle erläutert, daß überall, wo ein allgemeines Gebot durch die dritte Person der Einzahl ausgedrückt ist, dies eine Aufforderung an die Allgemeinheit oder an die Behörde bedeutet, den einzelnen zur Erfüllung seiner Pflicht anzuhalten. Deshalb heißt es hier nicht יקריבנו, sondern יקריב אותו, weil יקריבנו in Anlehnung an das vorhergehende יקריבנו einen Befehl für den einzelnen bedeuten würde, während יקריב אותו sich an die Behörde richtet, die den einzelnen zwingen soll). Wenn nun aber יקריב אותו die zwangsweise Beitreibung ausdrückt, wie kann die Schrift fortfahren לרצונו, da doch nach unseren früheren Ausführungen ein Zwang gegen den רצון nicht möglich ist? (Das bedeutet die Frage הא כיצד). Hierauf antwortet Sifra: בופין אותו עד שיאמר רוצה אגו. Diese Antwort beruht auf dem früher dargelegten Unterschied zwischen רצון und חפץ. Der רצון strebt verstandesmäßig einer guten Sache zu. Aber der חפץ läßt ihn manchmal nicht zur vollen Entfaltung kommen. Der Mensch will sich z. B. Wissen erwerben, er will Wohltätigkeit üben; nur die Leidenschaft, das Ruhebedürfnis und ähnliche Gefühlsmomente halten ihn davon zurück. Könnte er das Ziel ohne die Mittel, ohne Mühe und Anstrengung erreichen, so würde sein Wille gewiß dazu neigen, weil da& Gute dem reinen Verstand immer zusagt; nur das unangenehm Erscheinende bei den Mitteln, wie die Mühe und der Geldverlust, halten ihn zurück. Nachdem er nun zu der Darbringung selbst gezwungen wurde, er das Opfer also schon gebracht hat, sind wir überzeugt, daß sein רצון mit der Ausführung der guten Handlung an sich in Übereinstimmung ist. n. Zu Levit. 1, 5 bemerkt der : ספרא וזרקו יכול זריקה אחת תיל סביב אי סביב יכול יקיפגו כחוט ת״ל ״ .וזרקו הא כיצר שתי מתנות שהן ארבעDer Ausdruck וזרקו könnte

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.