Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1919)
- Date
- 1919-05-01
- Page
- Seite 279 (sequence 57)
- Language
- German
- Belongs to
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Mischna Sabim V, 12 historisch begründet. 279 Aussprache des ע beruht, das verschiedenartlich noch heute ausgesprochen wird. (Man vgl. die Mitteilungen Saphirs, אבן ספיר, über seine Reise in Arabien). Der Verf. des Fragments hat wahrscheinlich מגורה geschrieben, und der Übersetzer hat daraus, das Wort von גרר, fließen, wie נגררין דרך ספה (Nidda 55b), oder שוחטין מן הגגררין Beza 24b ableitend, Leitungswasser daraus gemacht, während wir hier nichts anderes als die סי מערה der Mischna vor uns haben, die zeitweise abgestanden und der Tummelplatz kleiner Fische und einer Nährstätte für Pflanzengeschlinge waren. Wir sehen hieraus, daß dem judenchristlichen Verf. die Verordnungen über die Reinheitsgesetze wohl bekannt waren — da sie für die Judenchristen noch in Geltung und Übung waren. Darauf deutet auch der Umstand hin, daß der Verf. Jesus, der hier den judenchristlichen Standpunkt vertritt, die Worte in den Mund legt, er sei rein, denn er habe in den ״lebendigen Wassern“ gebadet1). So dürften wir wohl in dem kurzen Fragment, das nur einen kleinen Ausschnitt aus einer größeren Schrift aus den Anfängen des Christentums bildet, den Schlüssel für die zu Anfang unserer Abhandlung angegebene Verordnung über die Wirkung des Wannenbades nach dem Tauchbad gefunden haben. Man setzte von judenchristlicher hervorragender Seite den Wert des Tauchbades der Höhlengruben herab, ja man verhöhnte deretwegen die, die es benutzten, man brachte gegen es Argumente vor, die dem Unwissenden, und solche gab es auch unter den Chaberim, überzeugend scheinen konnten, und so sahen sich denn die höchsten Behörden genötigt zu der Bestimmung, daß jedes Bad nach dem genommen&n Tauchbade, wie auch jede Abspülung eine verunreinigende Wirkung zur Folge haben sollte. Und wenn auch diese Bestimmung nur diejenigen angeht, die ihre profanen Mahlzeiten in derselben weihenden Reinheit *) Man konnte also zur Abfassungszeit des Fragments noch den Unterschied der מים חיים, die eine höhere Stufe einnehmen und als fließende Wasser die מדגרח bewirken, und den Höhlenwassem, die nur באפובורן die Reinheit herbeifnhren.