Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1919)
- Date
- 1919-05-01
- Page
- Seite 265 (sequence 43)
- Language
- German
- Belongs to
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Ein Gutachten. 265 auch nur gesagt, daß eine Frau nicht als Königin eingesetzt werden dürfe; von andern Ämtern spricht er da nicht, während er beim Fremden deutlich erklärt, daß er von alleijÄmtern auszuschließen sei. — Um so mehr ist zu untersuchen, aus welcher Quelle Maimon. seine Entscheidung geschöpft hat. Ich vermute, daß ihm hier eine Mechilta als Quelle gedient hat. Vgl. weiter die Bern, zu 2 und 3. Zu Nr. 2. Als Quelle zu der hier angeführten Entscheidung Maim.’s kann auch Kidduschin 76 b angegeben" werden. ״Der Vorgesetzte über den Wasser-Kanal44 könnte wohl der dort erwähnte דים גרגרתא sein. Es fällt aber doch auf. daß Maimonides noch die einzelnen שרי צבא aufzählt, was auch die Vermutung rechtfertigt, daß Maimonides den Din aus einer Mechilta geschöpft hat. Wenn also die hier in Nr. 1 und 2 angeführten Bestimmungen auch im Midrasch hagadol sich befinden <vgl. mein ״Midrasch Tannaim״ S. 104), so hat dieser wahrscheinlich dieselben aus einer Mechilta und nicht aus Maimonides entnommen. Zu Nr. 3. Die Stelle in der פסיקתא זדמרתא lautet: לא תרכל לתת עליך איכו נכרי זה לא תעטה איט ולא אטה נליכן טאין בדנדכין אפוה פרנסה דל הצבור. Da der Anfang des Satzes dem Sifre entnommen ist, so hat sicherlich der Verfasser der P. S. (R. Tobia) den andern Teil ebenfalls aus dem Sifre geschöpft. Es ist also im Sifre Deut. 157 zu lesen. איש כברי מכאן אמרר אין ממבין פר:סה על הצבור. Die Abschreiber haben!פרכסה in פרכס geändert, weil das Femininum von פרכס sonst nicht vorkommt. Der Derasch erklärt sich einfach. Das איש ist überflüssig; es will also sagen: ״Setze nicht über dich einen fremden איש, sondern einen israelitischen איש, aber keine אשה<£, und da hier nicht מלך steht, so ist auch ein weiblicher Par na s ausgeschlossen. Dies ist die allein richtige L A im Sifre; denn nach der uns vorliegenden L A muß man entweder אותר nach אין ממכין hinzufügen, oder eine andere Korrektur vornehmen (vgl. Malbim). Maimonides Entscheidung in Nr. 1 steht also auch im Sifre. so daß, wenn auch Ramban anderer Ansicht wäre, dennoch ohne jeden Zweifel wie Maimon, zu entscheiden ist. Zu Nr. 4. Der Ausdruck שוטרי דביס, der an dieser Jeruschalmi-Steile (nach der Mischna das. 4,5) vorkommt, wird von Raschi, Maimon. und den andern Erklärern als ״Richter in דיני ממונות“ erklärt. Warum diese so genannt werden, dürfte uns vielleicht eine Talmud-Stelle in Jebamoth 86 b erklären. Diese berichtet: Zuerst hatte man nur Lewiten als Schoterim angestellt, wie es heißt (2. Chron. 19,11): Als Schoterim sind Lewiten vor euch; jetzt aber stellt man nur Sehoterim aus Israel an, denn es heißt ושומרי הרבים בראשיכם. Dazu bemerkt Raschi: Unter הרבים sind