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Jeschurun · 1919-03-01 · Heft 3-4 (März 1919) · p. Seite 189

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1919)
Issue
Heft 3-4 (März 1919)
Date
1919-03-01
Page
Seite 189 (sequence 71)
Language
German
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Die Josephs er zähhmg. 189 mindeste miteinander zu tun haben. Nicht nur das kommt in Betracht, daß die sieben Spreujahre des Epos, wie Jensen S. 19 Anm. 2 selber zugeben muß, nur hypothetisch gedacht sind, nur befurchtet werden, aber keineswegs eintreffen. Wo findet sich aber sonst auch nur irgend ein weiterer Anhaltspunkt, der das Recht gäbe zu einer bloßen auch nur ungetähren Parallele, die ja natürlich auch noch gar nichts bewiese? Was hat der Apisstier mit den fressenden Kühen zu tun? Jensen vergißt nämlich ganz, daß die mageren Kühe und die mageren Ährendes sind, die die fetten verschlingen und nicht umgekehrt. Hingewiesen sei noch auf den folgenden Satz: ״Und der voraussehende Anu ist zum träumenden Pharao oder vielleicht zu dem seine Träume deutenden Pharao geworden״ (S. 258) oder etwa auf die Ausführungen S. 262f., die in dem Satze gipfeln: ״Von dem Eabani des Epos hätte also Esau die Behaartheit und Joseph das lange Haupthaar״ und die zusammenfassenden Bemerkungen S. 282 f. Treffend hat B. D. Eerdmans, mit dem ich sonst gewiß nicht übereinstimme, in seinen Alttestamentlichen Studien, II. Die Vorgeschichte Israels S. 23 gegen diese Versuche, die Patriarchengeschichten in mythologische Erzählungen aufzulösen, wie sie nicht nur von Jensen, sondern ganz ebenso und z. T. zuerst von I. Groldziher (der Mythos bei den Hebräern. Leipzig 1876), Eduard Stucken, H. Winckler, Alfred Jeremias, D. Völter u. a. unternommen wurden, geltend gemacht: Wenn man auch noch so viele Analogieen zusammenträgt, welche jede für sich betrachtet, keine Analogieen sind, wird man nicht imstande sein, damit die Verwandtschaft des Ganzen zu beweisen 1). Keinem gegenüber findet diese Kritik mehr Anwendung als gegenüber D. Yölter. Das ganze Gerüst seiner Bemühungen, die Josephsgesehichte ans dem Osirismythus erklären zu wollen, bildet die angebliche Parallele der Josephsgeschichte mit dem von uns ausführlich behandelten ג) Ygl. auch meine Schrift Babel und Bibel, Randglossen zu den beiden Yorträgen Friedrich Delitzschs. Frankfurt a. M. J. Kauffmann. 1904. S. 37.

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