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Jeschurun · 1919-03-01 · Heft 3-4 (März 1919) · p. Seite 174

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1919)
Issue
Heft 3-4 (März 1919)
Date
1919-03-01
Page
Seite 174 (sequence 56)
Language
German
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174 Die Josephserzählung. Potiphar dem Joseph eine grenzenlose Selbständigkeit verliehen hat, legt diesem die doppelte Verpflichtung auf, dasjenige um keinen Preis anzutasten, was nur Potiphars allein *ist, sein Weib1). In einem eigentlichen Pietätsverhältnis zu der Frau Potiphars selbst steht Joseph indessen überhaupt nicht, um wie viel gröber, wie dargetan wurde, nach anderer Richtung hin auch der Respekt ist, den er vor ihr empfindet als etwa derjenige, den Bata vor seiner bisher nur mutterlieh um ihn besorgten Schwägerin hat. Das Weib Potiphars (seinetwegen; s. a. Baschi z. St.) angelegt״ übersetzt werden. So bat auch Tancb. Jel. ed. Epstein S. 79 die Stelle aufgefaßt, der sie noch weiter ansschmückt: רחיתח מטודלתו בכל ירם וירם בדברים וחיחח מחלפת מולוטו חליפות בגדים בכל ירם וירם כלים מולבטוח בטוחרית לא לבטוח אותם בחצי חיום וכרי. Durch reiche Geldgeschenke sucht die Frau des Potiphar Joseph allerdings b. Joma a. a. O. zu gewinnen. In dem Auszug dieser Stelle, den Jalkut Kap. 145 bringt, wird unmittelbar nach den angeführten Worten: אמרו עליו רכו׳ בגדים וכו״ gesagt: בתכח לו אלן* ככר כסןן ולא מומע אליח. Möglich, daß eine solche Zusammenfassung, die ganz dazu angetan ist, jenes Mißverständnis hervorzurufen, bzw. zu begünstigen, dem Verfasser des Sefer hajaschar Vorgelegen und seine bezügliche Angabe veranlaßt hat. Man könnte etwa denken, daß sich eine derartige Zusammenstellung im Midrasch Abkir fand, aus dem Sefer hajaschar mehrfach (s. L. Zunz, Gottesdienst!. Vortr. 2. Aufl. S. 164) geschöpft hat, und der uns heute wesentlich durch die zahlreichen An• führungen im Jalkut bekannt ist. Das Mißverständnis kann aber natürlich auch von der Talmudstelle selbst ausgegangen sein. Übrigens läßt Jalkut die Zwischensätze, die der Talmud hat, vielleicht auch nur darum a. a. O. weg, weil er ihren wesentlichen Inhalt ohnehin in dem folgenden Kapitel (146) in einer Ber. r. Kap. 87 entnommenen Stelle mitteilt. Nachträglich sehe ich, daß Jalkut zu Ps. 146 den betr. Passus aus Joma unverkürzt wiedergibt, — die bezüglichen Zwischensätze stellen dort gerade den Anknüpfungspunkt an den betr. Schriftvers dar —, aber ausdrücklich schreibt: בגדים עוחלביטוח וכו״. Ebenso liest, wie ich jetzt bei Babbinovicz דקדוקי סופרים z. St. finde, die von diesem eingesehene Jalkuthandschrift an beiden Stellen. Sollte hier ein Ein« fluß des Sefer hajaschar vorliegen? Dem Jalkut war dieses nicht unbekannt: (s. JL. Zunz a. a. O. S. 165 Anm. 2). 2) En Salomo Astruc aus Barcelona schreibt a. a. O., u. a. zu 39g: ושמעתי פ״א באשר את אשתו ,ר׳׳ל כי כל עניניך מוטלים עלי ודם בדשגחתי במאכל ובמשתד במלבושיך ותכשיטיך ותמרוקיך ולא חשך ממכו מאומד ,רק מעניך דדוא אשר באותו חלק את אשתו ודיא מקירוב עמך ,איך אעשד וכו׳.

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