Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1919)
- Date
- 1919-03-01
- Page
- Seite 165 (sequence 47)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2292929-2292989-2292991--03455-2296732- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Die Josephserzählung.!65 von den meisten als die einzig richtige betrachtet. Noch neuerdings wird sie von B. D. Eerdmans, Alttestamentliche Studien, I Die Komposition der Genesis Gießen 1908 S. 66 f., D. Völter, Die Patriarchen Israels, Leyden Brill 1912, A. Jeremias, Das Alte Testament im Lichte des Alten Orients, Leipzig 3. Aufl. 1916 S. 338, Breasted, Religion and Thought in Ancient Egypt S. 358f., O. Proksch, Die Genesis 1913 und anderen mit großem Eifer vertreten; Gunkel hat sie sich in den zwei ersten Auflagen seines Kommentars zu eigen gemacht, und Eduard Meyer, der sich in diesen und allen ähnlichen Fragen eng an Gunkel anschließt, meint in seinem Buche ״Die Israeliten“ jene Behauptung aufs neue Holzinger gegenüber verfechten zu sollen. Es dürfte darum nicht ohne Interesse sein, das auch an sich wertvolle ägyptische Märchen wenigstens auszugsweise kennen zu lernen und jene Ansicht einer sorgsamen Prüfung zu unterziehen. ״ Ich halte mich an die Übertragung von Hermann Ranke bei Hugo Greßmann, Altorientalische Texte und Bilder zum A. T. I, S. 223f: ״Es waren einmal zwei Brüder von einer Mutter und von einem Vater. Der Name des älteren war Anubis, der jüngere hieß Bata. Anubis besaß ein Haus und ein Weib, und sein jüngerer Bruder lebte bei ihm, als ob er sein Kind wäre. .... Er trieb die Herde aufs Feld und führte sie abends heim und schlief mit dem Vieh im Stall. Als es Zeit zum Pflügen wurde, da pflügten die beiden Brüder zusammen auf dem Acker. . . . ״Einige Tage später waren sie auf dem Feld, und sie hatten Mangel an Korn. Da schickte der ältere seinen jüngeren Bruder fort: Lauf und bring uns Korn aus der Stadt! Sein jüngerer Bruder fand die Frau seines älteren Bruders, wie sie gerade frisiert wurde. Da sagte er zu ihr: Steh auf und gib mir Korn, damit ich damit aufs Feld laufe .... Da sagte sie zu ihm: Geh und mach die Vorratskammer auf und nimm Dir, so viel Du willst, und störe meine Frisur nicht! Da ging der Jüngling in seinen Stall und holte ein großes Gefäß.Er belud sich mit Korn und Spelt und ging mit dieser Last hinaus. Da sagte sie zu ihm: Wie viel hast Du auf Deinem Arm? Er sagte zu ihr.im ganzen fünf Maß habe ich auf meinem Arm. Da sagte sie zu ihm: Du hast große Kraft in Dir! Ich sehe ja täglich Deine Stärke, und ihr Herz liebte ihr, mit der Liebe der Jugend.(?) Da stand sie, ganz erfüllt von ihm, und sagte zu ihm: Komm! Laß uns eine Stunde uns niederlegen! — Das möge Dir angenehm sein. Und ich will Dir auch schöne Kleider