Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1919)
- Date
- 1919-03-01
- Page
- Seite 141 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Malbim 1× ep/1002711
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Probleme der Pentateuch-Exegese. 141 dem Kriege gegen Amalek und der Gesetzgebung am Sinai (es waren nur einige Tage (vgl. 16,1; 27; 17,9 u. 18,13)) konnte auch die Organisation, die Jitliro vorgeschlagen hatte, nicht durchgefuhrt werden. Es wird nur in Exod. 18 alles berichtet, was mit dem Besuche des Schwiegervaters Moses zusammenhängt. Ähnlich ist die Erzählungsweise in c. 16 beim Manna. Ebenso erklären Luzzatto und Malbim. Der Berg Gottes, der als Lagerort Moses in v. 5 genannt wird, ist der Choreb, an dem Moses mit einem Teil der Altesten bereits angelangt war (17,6). Die Satzungen und Lehren, die Mose dem Volke (nach 18,16) zu verkünden hatte, sind die zu Mara offenbarten (15, 25 £). — Hiermit dürfte die Behauptung mancher Exegeten, wonach Exod. 18 nicht an der richtigen Stelle stehen soll, erledigt sein. Die Kritiker meinen ferner, 18,2 stehe im Widerspruch mit 4, 20. Nach letzter Stelle, die J angehören soll, habe Mose Weib und Kinder mit nach Ägypten genommen, während er dieselben nach unserer Erzählung (E) in Midjan zurückgelassen hätte. K. soll diesen Widerspruch durch die Worte אחר שלוחיה ausgeglichen haben. Allein nichts ist natürlicher als die Annähme, Mose habe seine Angehörigen wieder nach Midjan zurückgesendet, entweder, wie Kamban annimmt, nach dem Vorfall in der Nachtherberge (4, 24 ff.) oder, was wahrscheinlicher ist, nach dem anfänglichen Mißlingen seines Unter- Mose bereits mit den zweiten Tafeln vom Sinai herabgekommen war.!כיכלחרר ist dann mit Bamban von einer späteren Zeit zu verstehen. Wird doch auch בלחר oft in der Bedeutung ״später“, ״in der Zukunft“ gebraucht (Gen. 3C,33; Exod. 13,14; Deut. 6,20; Jos. 4,6 u. a.). Wenn nun auch בלחרת sonst nicht in dieser Bedeutung vorkommt, so kann das reiner Zufall sein, und wir können ohne Bedenken רידגי נלמחרת mit ״und es geschah in der Folgezeit“ übersetzen. Alles Auffällige in der Erzählung w. 13—27 findet hierdurch eine befriedigende Erklärung. Auch der Umstand, daß in diesen Yersen nicht mehr, wie vorher, der Name יתרו vorkömmt, sondern stets nur ״der Schwiegervater Moses“ genannt wird, dürfte sich dadurch erklären, daß Moses Schwiegervater, nachdem er sich zum Gotte Israels und zu seinem Gesetze bekannt hatte, den Namen ״Jithro“, den er als Priester eines heidnischen Kultus geführt (s. oben IV, S. 178), abgelegt hatte.