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Jeschurun · 1919-03-01 · Heft 3-4 (März 1919) · p. Seite 140

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1919)
Issue
Heft 3-4 (März 1919)
Date
1919-03-01
Page
Seite 140 (sequence 22)
Language
German
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140 Probleme der Pentateuch-Exegese. Stellen brauchte dies nicht bemerkt zu werden, da er dort nur als Josua, unter welchem Namen er in der Geschichte bekannt geworden, angeführt wird. In Num. 13,16 dagegen, wo er vorher mit seinem genealogischen Namen Hosea genannt war, mußte angegeben werden, daß dieser Hosea von Mose den Namen Josua erhalten habe. Über die Zeit der Ankunft Jithros (c. 18) werden in der Mechilta und im Talmud (Sebachim 115 und Jerusch. Megilla I) zwei Ansichten ausgesprochen: nach der einen kam er vor der Gesetzgebung am Sinai, nach der anderen erst nach der Gesetzgebung. Ibn-Esra entscheidet sich für letztere Ansicht und meint, die Erzählung wurde deshalb hierher gesetzt, um Israel zu lehren, daß es die Keniter, die mit Amalek zusammenwohnten, nicht befehde, da dieses Volk den Israeliten Wohltaten erwiesen hat (vgl. 1. Sam. 15,6). J. E. beweist dies aus v. 5 (Berg Gottes), v. 16 (Satzungen und Lehren Gottes); ferner Deut. 1,10 ff. — Auch Baschbam (zu v. 13) meint, Jithro sei erst nach der sinaitischen Gesetzgebung gekommen und erklärt die Antizipation unseres Berichtes dadurch, daß die Thora in den Gesetzes-Abschnitten keine Unterbrechung eintreten lassen wollte. Doch ist gegen diese Ansicht bereits von Bamban mit Becht eingewendet worden, daß dann Mose dem Jithro auch von der wunderbaren Offenbarung Gottes am Sinai erzählt hätte. Außerdem wäre es höchst auffällig, daß Mose seine Frau und seine beiden Söhne während der Gesetzesoffenbarung beim Schwiegervater gelassen hätte. Bamban hält daher die erste Ansicht für richtiger, wonach die Ankunft Jithros noch vor der sinaitischen Gesetzgebung stattgefunden hätte. Er hat aber nicht alle dieser Ansicht entgegenstehenden Bedenken gehoben. Es ist daher eine dritte Ansicht vorzuziehen, wonach Jithro zwar vor der sinaitischen Gesetzgebung bei Moses angekommen war, jedoch die Ausführungen der Batschläge Jithros (w. 24—26) und dessen Heimreise (v. 27) erst später nach der Gesetzgebung vorgefallen seien, wie dies Deut. 1, 10 ff. zeigt. (Uber Num 10, 29 ff. vgl. Band IV, S. 178) 1). In der kurzen Zeit zwischen *) Noch besser dürfte mit der Mechilta und Baschi schon von v. IS an die Erzählung in der Zeit nach der Gesetzgebung spielen, nachdem

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