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Jeschurun · 1919-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1919) · p. Seite 106

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Journal
Jeschurun
Volume
6 (1919)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 106 (sequence 108)
Language
German
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106 Die Josephserzählung. wesentliche Grundlage einer solchen Ausspinnung des Textes eine ganz andere ist, und von einer Unmöglichkeit, daß ein Eunuch verheiratet gewesen sei, wie wir gleich sehen werden, überhaupt nicht gesprochen werden kann. Denn wenn Gunkel a. a. O. schreibt, viele Erklärer hätten aus unserer Stelle geschlossen, auch Eunuchen könnten verheiratet sein, so hatte er kein Recht, die ihm doch gewiß nicht unbekannte Tatsache zu verschweigen, daß sich auch sonst zahlreiche Beispiele dafür anführen lassen, daß Eunuchen ehelichten, ja sogar einen Harem hielten (v. Kremer, Ägypten II. S. 88, Ebers S. 299, Heyes S. 122; vgl. ebenda S. 120). Auch in der Mischna (Jebamoth 8,4) lesen ,wir ausdrücklich von Hämlingen, die geheiratet hatten1). Es ist aber zudem sehr fraglich, ob das Wort verheiratet gewesen sein soll, was er aber dann in seiner Weise zu deuten unternimmt. Dagegen erzählt Test. Jos. 13 (Kautzsch a. a. O. S. 500) ganz unbefangen, noch nicht zufrieden mit dem, was die Schrift berichtet: ״und ich fiel vor dem Obersten der Verschnittenen nieder, . . . der ein Weib und Kinder und Kebsweiber hatte.״ דעיד ריב״ב על בן בלגוסת שתית בירושלים סריס אדם ויבבלו את אשתו(* * * Man vergleiche die dem angeführten Satz vorangehende Kontroverse und die einschlägigen Bestimmungen über die Frage, ob und in welchen Fallen ein Entmannter eine religionsgesetzlich giltige Ehe eingehen dürfe, bei Schulehan Aruch, Eben haeser Kap. 5. Tossaphoth zu Gen. 3917 (בעלי דתוספות על ד, חובלשי תורד. Warschau 1876 I) bringen a. a. O. S. 76 im Kamen des ß. Abraham die folgende Auskunft, die b. Sota 13b mit dem Midrasch Ber. r. zu Gen. 3917 in Übereinstimmung bringen will יש שני כליכי סירוס סריס חכלד וסריס צכד סריס צכד צריך חיכלום גדול ואינו יכול להזדקק לזכר כי אם לנקבה שהיא חמה יותר■; vgl. a. a. o. Riba im Namen s. Vaters Ascher halevi. David Kimchi, ספר שרשים sy. סרס (s. auch Biur zu v. 3736) meint: הם סריסים שלא יתאוו אל אשה ופמיפר היה סריס בצים ולא סרים הגיד לפיכך היתה לו אשה. interessant ist, daß ihn Esra zu 396: כי אם הלחם אשר הוא אוכל die im Mi^raj8p.l> (B. r. Kap. 86, Sehern, r. Kap. 1 zu Ex. 220, Midr. hag. S. 586, Lekach tob I 197 u. a. O.; vgl. T. Jon. z. St.) betonte Ansicht, die jene Worte als einen Euphemismus deutet und auf das Verhältnis Potiphars zu seinem Weibe bezieht, mit auch aus dem Grunde ablehnt כי אדוני ידסן5 סריס דיד• Mit Recht hebt Biur z. St. hervor, 39g zeige deutlich, daß jene Auffassung der Alten keineswegs eine nur haggadische sei. Wie wenig auffällig eine solche Wendung sein kann, dafür hat man sich u. a. auch auf Spr. 3020 אכלד 1נלחתד פיד (Bertinoro z. St. u. a.) berufen,

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