Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 104 (sequence 106)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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104 Die Josephserzählung. 1907. S. 45 f. Der Sache nach auf dasselbe hinaus kommt Sfomo z. St.: «האמין יותר לדברי יוסך אבל נחנו בבית הסהר לראות «האמין לה לכבודה und mancher andere ältere Erklärer. Gegenüber den mitgeteilten Anslassungen Gunkels, die voraussetzen, daß der Oberste der Leibwache der Arbeitskraft Josephs dadurch verlustig gehe, daß er ihn gefangen halte, ist darauf hinzuweisen, daß der Midrasch Abkir (Jalkut zu Gen. § 146) die Frau Potiphars zu diesem sagen läßt: אל תתרגתו ותאבד מעותיך אלא תחבפותר; vgl. auch Midr. hagg. s. 590: אלא חבסת־גר בבית תאסורים עד פותמכרהו ותביא מעותיך* Wir haben ja den Einwand Gunkels ohnehin nicht als stichhaltig betrachtet. Man sieht aber, yrie man die Dinge hier von entgegengesetzten Standpunkten aus ansehen kann, und wie der Midrasch, von ähnlichen Bedenken ausgehend wie Gunkel, gerade verständlich machen will, daß Joseph nicht getötet, sondern gefangen genommen wird. Midr. Abkir, bezw. Jalkut a. a. O. meint dann weiter, daß Potiphar Joseph dennoch habe töten wollen, bis Asnath heimlich zu ihm gekommen sei und ihm die Wahrheit gesagt habe. Einen anderen Grund für die Gefangennahme Josephs macht Midr. hagg. S. 590 geltend: die Freundinnen sprechen nämlich zu dem Weibe Potiphars: אין לך תקבת אלא שתאמרי לאדניו ויחבשנו בבית האסוריס ויהא ליך כולו• Beide Gesichtspunkte faßt Tauch. Jel. I. S. 82 zusammen: «זרה לה אשתו אל תפסיד ממונך הנח אותו בבית הסהר עד שתמכרהו ותקח את ממונך וכל זה לא עשתה אלא שמא יתרצה לה ובכל יום ויום הולכת אצלו וסו"• Für das dort folgende ist auch Midr. hagg. S. 591 und die Fortsetzung der angeführten J&lkutstelle zu vergleichen. Wieder ganz anderer Art ist das, was Targ. Jon. 3920 (ed. Ginsbnrger s. 73) ובסיב עימתא ריבונית דיוסן5 מן כומרביא דבדקו דחלבוכא תוא ולא קמל יתית (vgl. ebenda v. 14) ורמת דזלברבא דביעתא בדרבמוא וקרת לאינמוי ביתת וכר׳ vorträgt. Psendojonathan hat mit dieser Ausmalung nicht nur das im Talmud b. Gittin 57 a (Midr. hagg. S. 592) Erzählte im Auge, sondern fügt noch, was Ginsburger entgangen ist, hinzu, daß Potiphar durch die Priester eine Untersuchung vornehmen läßt. Das Letztere weiß auch Sefer hajaschar zu melden: Der dort und ebenso im Koran gebrachte Unschuldsbeweis genügt ihm offenbar noch nicht. Die bezügliche Geschichte Gittin a. a. O. folgt einer anderen, die mit den Worten schließt; וכסומת אמרת לתן סיפדו לזת מופמפט ביצרו יותר מיוסן8 וכד" Im Midr. hagg. geht ihnen beiden eine sich auch Aboth de B. Nathan (ed. S. Schechter ,נוסתא א Abschn. 16 S. 63) findende Zusammen- Stellung voran, die an Joseph anknüpft und dann erzählt, wie B. Zadok (גדול ממנו pvre אל תחמה על יוםןן הצדי^ הרי ר׳), R. Akiba, R. Eiasar, jeder eine immer größere Versuchung als der jeweils vorhergenannte, siegreich bestanden haben. Es ist zu vermuten, daß Psendojonathan hier von Midr. hagg. angeregt worden ist, bei dem ja Joseph gewissermaßen Ausgangs- und Endpunkt der ganzen Darstellung ist, bis auf die allerletzte Erzählung! die erst von Pseudo-Jonathan mit Joseph verwoben, ja in der Haupt-