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Jeschurun · 1919-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1919) · p. Seite 97

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1919)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 97 (sequence 99)
Language
German
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Die Jose phserzählung. 97 zu• Um Jene zu schaffen, sieht sich Gunkel genötigt, nicht nur wie in den früheren Versen, so auch hier einen Satzteil einfach wegzuschneiden bezw. als ein späteres Einschiebsel zu bezeichnen, sondern auch das Wort אתם in den Text einzufugen. Zu dem betreffenden Verse, der nach diesen Zurechtstutzungen lautet: Da fragte er sie, warum usw. wird dann S. 429 bemerkt: Der Zusatz ist nachträgliche Ausführung eines ursprünglichen אתם!! Solche Sprünge sieht man sich zu machen gezwungen, nur um Ja nicht die ganze Theorie Lügen strafen zu müssen. Gunkel kann sich a. a. 0. nicht genug darüber wundern, ״daß derselbe Mann, welcher Joseph schwer gekränkt ins Gefängnis wirft, ihn in eben diesem Gefängnis mit seinem Vertrauen beehrt.“ Schon die Voraussetzung, daß Potiphar schwer gekränkt sei, trifft nicht vollkommen zu. Obadja Sforno macht nämlich darauf aufmerksam, daß es Gen. 3 9!9 nicht, wie man etwa nach 402 (ויקצף פרעה על שני סריסיו) oder 4110 (קצף פרעה על עבריי) erwarten dürfte, heiße: ״und es entbrannte sein Zorn über Joseph“ (ויחר אפו על יוסף), sondern nur ״und es entbrannte sein Zorn“ (1(ויחר אפו). Dasselbe hebt, ohne von ihm Notiz zu nehmen, Franz Delitzsch (Neuer Kommentar 1887 S. 455) hervor, der meint: ״Potiphars Grimm galt wohl mehr dem ärgerlichen Vorgang, da er sein Weib schwerlich für die Wahrheit selbst hielt“ und Dillmann, Heyes u. a. schließen sich ihm an. Danach ist also sehr wohl zu begreifen, daß Joseph verhältnismäßig glimpflich davon kommt und keine schwerere Strafe zu erdulden hat (s. besonders Heyes S. 169). Wenn Gunkel a. a. O. S. 426 schreibt: ״Daß ein Sklave wegen versuchter Schändung seiner Herrin ins Gefängnis kommt, ist in der Wirklichkeit kaum denkbar: man würde ihn sicherlich auf das schärfste züchtigen, vielleicht kastrieren, vielleicht im schwersten Dienst verwenden oder verkaufen, «׳aber kaum gefangen setzen und damit seiner Arbeitskraffc verlustig gehen,“ so läßt er aber überdies ganz das x) En Salomo Astrac aus Barcelona meint Midr’sche Hattorah a. a. o. s. 71: ריחר אפר ר״ל גם עליו גם «יליד הד כי דיד לבר נוקפו מאמקי או איבו כלאבלין ופו׳‘• Man lese dort die weiteren überaus geistvollen Ausfühmngen. Den gleichen Standpunkt, wie er hier vertreten wird, hat übrigens der Sache nach u. a. auch schon ibn Esra z. St. 7

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