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Jeschurun · 1919-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1919) · p. Seite 96

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1919)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 96 (sequence 98)
Language
German
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96 Die Josephserzählung. Worte ursprünglich in der LXX gefehlt haben und von Origines hinzugefügt sein sollten, glaube ich nicht; dies scheint mir durch die freie Wiedergabe von בית durch rcapa ausgeschlossen. Für ursprünglich halte ich xcapa dpyi&esjjLoptoaxt und nehme an, daß die Worte in den Hss.. in denen sie fehlen, infolge des Homoioteleuton iv <pulax?) rcapa tw äpXt8£apo<ptoaxt ausgefallen sind״. Ich freue mich danach feststellen zu dürfen, daß Herr Prof. Rahlfs in der Hauptsache mit mir übereinstimmt. Nur dies sei mir noch hinzuzufügen gestattet, daß die LXX בית auch Gen. 2423 und 407 durch bloßes rcapa wiedergibt, während das gleiche Wort Gen. 392 durch Iv 15 otxw napa, Gen. 4110 durch ev x£> oucw 0ד;> übertragen wird. Der denkende Leser wird die Gründe für diese verschieden® Art der Wiedergabe bei näherem Eingehen auf die verschiedenen Stellen unschwer erkennen. Die äthiopische und die lateinische Übersetzung des Buches der Jubiläen 3914 lautet gleichfalls (Kautzsch, Apokryphen H 1900 S. 106): »und warf sie in das Gefängnis in das Haus des Oberkochs,“ während v. 15 a. a. O. allerdings‘fortfährt: »und der Oberwärter des Gefängnisses trug Joseph auf zu dienen“. Dillmann, Sitzungsberichte der Berliner Akademie der Wissenschaften 1883 I, 1, Beiträge aus dem Buch der Jubiläen zur Kritik des Pent.-Textes verzeichnet S. 326 unsere Stelle nicht. Die in ihr gegebene Umschreibung des Bibelverses 404 mag wohl in Rücksicht auf Kapitel 39 der Schrift die ihr eigentümliche Fassung erhalten haben. Sicherlich bedeutet sie, wie ja 3914 des Jubiläumsbuches deutlich zeigt, nicht sowohl eine Abweichung von der Dar- Stellung der Bibel wie vielmehr einen Erklärungsversuch, der dem 39. und dem 40. Kapitel der Genesis gleicherweise gerecht werden will, und der sich in ähnlicher Richtung bewegt wie der von uns oben S. 92 gegebene. War auch der פור ד!מבדזים der oberste Auftraggeber, so konnte eine Zusammenfassung der Josephsgeschichte darauf verzichten, hier davon zu reden. Jener gab den Befehl an den שר בית דסדר weiter, und auch dieser hat sich gemäß seiner ganzen Stellung weiterer Unterorgane bedient. So darf also von ihm gesagt werden: ״er trug Joseph auf, zu dienen“. Zur Kennzeichnung der Methode Klostermanns sei noch der Nachsatz seines angeführten und nun ja vollkommen erledigten Vordersatzes angeführt: ״auf der anderen Seite sieht בית einem hebr, ביד so ähnlich, daß diese Verbesserung (sic!) sich einem vor die Füße legt“. Welches barbarische Hebräisch bei einer solchen ״Verbesserung“ herauskommt, bedarf für den Kenner keiner näheren Darlegung. Wie Gunkel verfährt, dafür hier noch ein Beispiel! In der Übersicht, die er S. 427 dem 40. Kapitel vorausschickt, beruft er sich auch auf v. 7, dafür, ״daß Joseph nicht als Gefangener im Kerker weile, sondern sein Herr ihn dort angestellt habe“. Wer das so liest, müßte glauben, daß jener Vers gar nicht anders verstanden werden könne. In Wahrheit läßt er nicht einmal die Möglichkeit einer solchen Deutung

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