Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 95 (sequence 97)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Josephserzählung. 95 in Übereinstimmung gebracht. Wiener macht jene Feststellung ja auch nur, um jeder Einwendung, deren Berechtigung er hier wohl fühlen mag, von vornherein zuvorzukommen und die Spitze abzubrechen. Aber die besten Septuagintahandschriften bezeugen übereinstimmend jene Worte. Wiener meint a. a. O. mit Rücksicht auf 403: ״in the house of the captain of the guard“ were lacking in the original LXX and have known to have b£en added by Origen״. Ebenso schreibt Klostermann. Der Pentateuch, Leipzig 1893 S. 45 schlechthin: 403״ fehlt in LXX das verwirrende בית שד דלמבחים“. Mir scheint im Gegenteil wahrscheinlich, daß die ursprüngliche LXX hier unseren Text in genau der gleichen Weise behandelt hat wie an den anderen bezeichneten Stellen, nur daß die Veränderung, die man mit Rücksicht auf 3921 22 23 vornehmen zu müssen glaubte, hier statt der vermeintlichen Erleichterung und Verbesserung eine unmögliche Tautologie schuf. Müßte doch der vorausgesetzte Text dann gelautet haben: בכלשמר שר בית תסדר אל בית דגסד!ד. Kein Wunder, daß spätere Handschriften danach die Worte rcapa tw &PXt$£9(j.09uXaxt, bzw. icapöfc $£9(1091510x1 wieder wegließen oder auch, auf den hebr. Text zurückgreifend, die Worte rcapot x£> ipfruaydpu an ihre Stelle setzten. Und denkbar wäre auch, daß bereits Origines oder wer sonst, einen Septuagintatext vor sich hatte, in dem die Worte ^apa tw $£9(1091510x1 fehlten, und sich nun getreulich an das hebräische Original hielt, in dem ja ausdrücklich gesagt wird, wem Pharao die hohen Gefangenen übergab. Doch dem sei, wie ihm wolle, — Tischendorf, 7. Ausg. 1887 z. St., der bekanntlich im allgemeinen der Sixtinischen Ausgabe (Rom 1587) folgt, läßt die bezüglichen Worte in seinem Texte weg, während Swete, Cambridge 1895 z. St., der den Wortlaut des Vaticanus unverändert hat, sie bringt und keine einzige abweichende Lesart anderer Handschriften verzeichnet (s. a. a. O. die Textnoten und den Anhang) —, dies kann füglich nicht mehr bezweifelt werden, daß der Text, der hier der LXX zugrunde lag, durchweg den שר חטבחיים nannte. Da mir mit Rücksicht auf die so bestimmt gehaltenen Behauptungen Wieners und Klostermanns die ganze Frage noch nicht genügend geklärt schien und mir die neue große LXX-Ausgäbe von Brooke und Mc. Lean z. Z. nicht zugänglich ist, habe ich mich an Herrn Professor A. Rahlfs-Göttingen gewandt. Der bekannte Forscher war so gütig, mir auf Grund der genannten Edition sowie eigener Forschungen das Folgende mitzuteilen: ״Diejenigen Hss., welche den LXX-Text der Hexapla darstellen und einige andere, deren Text auf Lucian zurückzugehen scheint, haben 7zxpot ip^aYetp«. Und wiederum andere Hss. (19. 56. 108. 118. 120. 314. 407. nach m. Bez. der Hss.; s. mein Verz. der griech Hss. des A. T. Berlin 1914) lassen die Worte ganz aus. Daraus erklärt sich auch ihr Fehlen bei Tischendorf; die Sixtin* geht in Gen. 1—46 häufig indirekt auf die Hs. 19 zurück. Daß die