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Jeschurun · 1919-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1919) · p. Seite 94

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1919)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 94 (sequence 96)
Language
German
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94 Die Josephserzählung. betont Gunkel S. 427, daß der Obermundsahenk und Oberbäeker als solche anzusehen seien —, ernannt wird? Als ob der Text des 40. Kapitels sonst wenigstens gestattete, Joseph nur als Gefängnisdiener und nicht als Gefangenen an- Zusehen! Aber das Gegenteil ist der Fall. Wie muß Gunkel mit dem überlieferten Wortlaut der betreffenden Verse umspringen, nur um seine Behauptung aufrecht zu erhalten. Nicht weniger als] drei Stellen, 3b, 5b, 7 ab, an denen Joseph nun einmal ausdrücklich als Gefangener bezeichnet ist, werden dem angeblichen Redaktor in die Schuhe geschoben, während 15b, wo das gleiche ausgesagt ist, auf Rechnung von J gesetzt wird, ebenso 14b, für welchen Vers sich unzweifelhaft dieselbe % Auffassung ergibt, während 14 a eine Umdeutung erfahren muß, um mit jener Ansicht notdürftig in Übereinstimmung gebracht zu werden. H. M. Wiener, Pentateuchal Studies S. 30 ff. und ״Wie stehts um den Pentateuch״? S. 38 meint, daß טור בטבחים an den in Betracht kommenden Stellen des 40. Kapitels und 4110 aus mißverstanden! שד בית רסד!ר entstanden sei. ״It is easy to see, that damage to a Ms. might be responsible for a mistake* (Pent. St. S. 32). Zum Beweise für seine Behauptung beruft er sich auf die LXX, die an den angeführten Orten, ״an welchen der Hauptmann der Wache durch sein Erscheinen Schwierigkeiten macht, entweder den Ausdruck fortläßt, oder ״Amtmann über das Gefängnis״ liest״. Die Tatsache ist richtig. Nur ist außer acht gelassen, daß die LXX sich hier selber verrät und ein untrügliches Zeugnis dafür unangetastet gelassen hat, daß der ihr vorgelegene Text von dem &טזד ד?מבדזי sprach. 407 אמור אתר במשמר בית אדניו ist nämlich wortwörtlich übersetzt: ev 9ulax?l ftccpot *7SS xupi« auT0u; mit xtiptoc kann aber keinesfalls der שר בית מסד? ר und nur der שר מטבחיס gemeint sein, der auch 392 19 20 als solcher bezeichnet ist. Das Beispiel ist aufschlußreich für die Art, wie die LXX überhaupt mit dem ,*Text willkürlich umgeht, ihn äußerlich glättet und verändert, ohne in die Tiefe zu dringen. Dieser hier vorliegende Bestand kann auch nicht verdunkelt werden, wenn man mit Wiener a. a. O. feststellt, daß Lucian, der ja bekanntlich neben Hesychius unter den Alten der letzte ist, der sich mit der Revision der LXX befaßt hat, und einige Septuagintahandschriften wie auch Vulgata 407 בית אדניו streichen. Diese sind nur folgerichtig verfahren und haben offenbar den genannten Vers nachträglich mit jenen anderen

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