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Jeschurun · 1919-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1919) · p. Seite 89

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1919)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 89 (sequence 91)
Language
German
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Die Josephserzählung. 89 von v. 20, die J verbleiben: ״und er warf ihn in das Gefängnis״ ״und so war er also dort im Gefängnis״, stimmen unmittelbar nacheinander nicht recht zusammen. Ein Glück, daß, nachdem £ריקד* אדכי יוסן verschwunden ist, wenigstens ויתבחר אל בית סחר J erhalten werden darf! Und nun wird die Mitte des Verses: ״an den Ort, wo die Gefangenen des Königs gebunden lagen“, ihrer zwei Vordersätze und des Nachsatzes ledig, nach E verfügt! Die Einschaltung zu v. 10 feiert ihre höchsten Triumphe. Zerteilungskunst und Erfindungsgabe wirken zusammen, um einem neuen Vers zum Leben za verhelfen: ״Da verleumdete sie ihn, und er kam an den Ort, wo die Gefangenen“ usw. Sievers (a. a. O. II S. 346) überbietet Proksch u. a. noch um ein Vielfaches. Es ist lehrreich, diese verschiedenen Versuche zu durchmustern: sie heben schließlich einander selbst auf. Wir sehen aber deutlich, wie auch die Kritiker zu fühlen beginnen, daß die Potiphargeschichte für den ganzen Zusammenhang der Erzählung unentbehrlich ist. Eine Ausnahme macht nur B. D. Eerdmans, AlttestamentKche Studien, I. Die Komposition der Genesis S. 66 f. Nach ihm ist Kap. 39 eine sehr unwahrscheinliche Erweiterung der Josephsgeschichte, die auf falscher Auffassung von 4015 und 4114 beruht. Schon Gunkel hat S. 421 mit Kecht darauf hingewiesen, daß gerade 4015 auf diese Erzählung deutlich zurückweist. Ebensowenig trifft aber die Behauptung Eerdmans ״An den betreffenden Stellen ist er ein Sklave, welcher mit der Versorgung und der Bewachung der Gefangenen beauftragt ist und darum fortwährend im Gefängnis verkehrt“, für die andere Stelle zu. Das Gegenteil ist vielmehr der Fall. Und einzig und allein im Hinblick auf eine solche der Wahrheit geradezu widersprechende Auslegung der genannten Verse wagt dann Eerdmans das Urteil, daß ״diese Episode in ungeschickter Weise in die Josephsgeschichte auf genommen sei; nur in der nächsten Umgebung habe die Einfügung zwei Einsätze verursacht, 403b 5d“• Wenn er weiterhin noch sagt: ״Eine Anspielung auf Kap. 39 kommt in der übrigen Josephsgeschichte nicht vor“, so ist zu fragen, welche Veranlassung für eine solche Anspielung denn vor״ liege, und wo Eerdmans sie etwa erwartet hätte. Gerade die von ihm genannten Stellen machen also in Verbindung mit 403 und 5 deutlich, daß die Potiphargeschichte an der Stelle, wo sie steht, gar nicht weggedacht werden kann. Daß und warum Joseph im Gefängnis verbleibt, bis zu der Stunde, da sich der Mundschenk seiner erinnert, wird sich aus den folgenden Darlegungen ergeben. Wie die Amtsbezeichnung שר הטבחים zu verstehen ist, darüber könnte man verschiedener Ansicht sein, so lange man

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