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Jeschurun · 1919-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1919) · p. Seite 85

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1919)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 85 (sequence 87)
Language
German
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Di© Josephserzählung. 85 in der Genesis auf Schritt und Tritt Märchen sehen will, sich aber eben darum mit sich selber in den schärfsten Widerspruch setzt, richtig gewertet werden. Die hervorgehobenen Wendungen ״ein ägyptischer Mann,״ ״im Hause seines Herrn, des Ägypters״ ,״der hebräische Knecht״ usw. stehen alle in einer Linie. Und auch hier hätte Gunkel selbst die richtige Antwort finden können, hätte er nur auf einen von ihm selbst betonten Gesichtspunkt genugsam geachtet. S. 425 bemerkt er zu 39!4 und!6: ״Das Weib Potiphars macht ein wenig in Antisemitismus: der Ägypter sieht auf den Kananäer herab. 4332 4634.״ Diesen Gegensatz, den das Weib Potiphars später (v. 14 und v.)17) zu besonderer Deutlichkeit herauskehrt, und den weiteren Verlauf der Geschichte wollen gleich die Worte ״ein ägyptischer Mann״ vorbereiten, die am Eingang des Kapitels dem Namen und dem Beruf Potiphars beigefugt und eben darum in den weiteren Versen nachdrücklich wiederholt werden. Und aus dem gleichen Grunde stehen sie nur hier und nicht schon 3730. Sie haben hier um so mehr ihren guten Sinn, als von ägyptologischer Seite (s. H. J. Heyes, Bibel und Ägypten, Münster 1904) festgestellt worden ist, daß ein bedeutender Bruchteil der Verwaltungsorgane zur Zeit der Hyksosherrschaft, gegen deren Ende Joseph wohl nach Ägypten kam, der autochthonen Bevölkerung entstammte und man also annehmen dürfe, daß auch Potiphar aus ihr hervorgegangen sei. Eben dies werde betont, wenn von ihm gesagt ist, er sei ein vir Ägyptius gewesen (a. a. 0. S. 87 u. S. 102). ״Die Worte lassen uns“, sagt S. B,. Hirsch, Pentateuehkommentar z. St., ״das Übermaß an Geist und Geschicklichkeit erraten, das dazu gehörte, daß ein asiatisch nomadischer Sklavenjüngling bei einem Potiphar, einem königlichen Beamten, der noch dazu ein Ägypter war, eine solche Gunst erlangte“. Auch dieser Gesichtspunkt ist der Beachtung wert. Wie matt und farblos müßte aber der Vers erscheinen, lautete er nur so, wie sich ihn die Kritiker zurechtstutzen: ויוסף* הורד מצרימה ויקנהו איש מצרי. Der zweite Teil des Verses nähme sich dann

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