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Jeschurun · 1919-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1919) · p. Seite 82

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1919)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 82 (sequence 84)
Language
German
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S2 Die Josephserzahlang. Verständnis für das Judentum. Das gilt sogar für viele von denjenigen, die sieb! für jüdisch-nationale Ideale begeistern. Es! wäre sonst unmöglich, daß auf einem jüdischen Jugendtag die Äußerung getan würde: ״Was unseren Vätern wertvoll war, das ist uns wertlos geworden.“ Bei jeder anderen Nation wäre eine Solche Bewertung ddr Ideale der Vorfahren undenkbar, weil das Verständnis und die Liebe für diese Ideale mit der Muttermilch eingesogen werden. Die jüdische Jugend ist aber in ihrer Seele, in ihrem Denken und Empfinden so assimiliert, so vollkommen westeuropäisch orientiert, daß sie blind!geworden ist für die Vorzüge des jüdischen Kulturideals. Wenn aber hier nicht Wandel geschaffen werden kann, so bedeutet dies dän Tod der nationalen Idee des Judentums trotz nationaler Heimstätte, trotz jüdischen Gemeinwesens und jüdischer Ackerbauer. Und um die jüdische Volksseele wieder aus ihrem Schlummer zu erwecken, dazu bedürfte es neben Vieler, anderer Erziehungsarbeit auch einer jüdischen Geschichte, die die Ereignisse vom Standpunkt des überlieferten Judentums betrachtet, und die der Bedeutung des schriftlichen und mündlichen Gesetzes im Leben unseres׳ Volkes vollkommen gerecht wird. Denn daß das Verständnis für das historisch gewordene Wesen des jüdischen Volkes in der Jugend verbreitet werde, liegt nicht nur ,im Interesse des gesetzestreuen Judentums, sondern des Judentums überhaupt. Die ]osephserzählung. Von Rabbiner Dr. Jakob Horovitz, Frankfurt a. M. 5. Kapitel 39 und 40. Die Potiphargeschichte. Auch in den Kapiteln 39 und 40 verzeichnen die Kritiker eine große Reibe von angeblichen Widersprachen, mit denen sie das gute Recht der Quellenscheidung von neuem zu stutzen suchen.

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