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Jeschurun · 1919-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1919) · p. Seite 62

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1919)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 62 (sequence 64)
Language
German
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62 Von Jaffa nach Konstantinopel. Esdr'elon. Der kegelförmige Tabor, der kleine Hermon, das Gilboagebirge, sowie der bis ins Mittelmeer sich hinausschiebende Karmel schließen diese Ebene von allen vier Seiten ein. Unser Zug fährt den Kisonbach, der diese Ebene durchzieht, entlang, und begleitet seinen Oberlauf bis zum Tabor, während sich die Ebene bis zur Station Samach ausdehnt. In der Nähe des Bahnhofes befindet sich ein Park von Pinien und Eukalyptusbäumen, sowie eine Anlegestelle für das Hedjasmotorboot zur Fahrt nach dem am Genezarethsee gelegenen Tiberias. Leider kann ich von diesem Boot keinen Gebrauch machen und muß mich mit dem Anblick dieses herrlichen Sees von der Feme begnügen. Beim Verlassen des Dorfes erreichen wir den Jordan bei peinem Austritte aus dem Genezarethsee, .überschreiten ihn auf einer Eisenbahnbrücke und fahren durch das wildromantische Tal des J armuk, des einzigen Nebenflusses des Jordan, der in der Bibel nicht erwähnt wird. Dort, wo unser Horizont durch die Felsenwände nicht begrenzt wird, werden wir der schnedbedeckten Gipfel des Hermon und des Antilibanon ansichtig, die uns hinfort auf unserer weiten Reise tagelang begleiten. Nach zwölfstündiger Fahrt gelangt der Zug in Derot, dem Edrei der Bibel, an. Es ist dieses ein sehr belebtess Handelsstädtchen und Eisenbahnknotenpunkt der Strecke Damaskus-Medina. Von Derot geht es! durch die Hauranebene und an deren breitem Lavafeld El Ledscha, dem1 Uz der Bibel, nachDamaskus. Diese Gegend ist sehr fruchtbar und liefert viel Getreide und Baumwolle; dabei ist sie sehr spärlich bevölkert und darum auch von furchtbaren Steinwüsten unterbrochen. Nach einer ungefähr 50 Stunden währenden Fahrt von Jerusalem aus habe ich endlich Damaskus erreicht. (Fortsetzung folgt.) 0^34910879

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