Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 37 (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
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Kalenderreform. T 37 mit den Ergebnissen der ,jeweiligen Wissenschaft za bringen, am ihn vor Korrekturen za schätzen. Der Rechnungskalender sollte von vornherein nar ein Notbehelf sein für die Zeit des גלות; sobald wir wieder in der Lage sein werden, מקדש ע״פ הראיה zu sein, fallen obige Einwände von selbst fort. Eine kleine Inkonsequenz macht sich allerdings 1m לוח bemerkbar. Während für die Festlegung unserer Feiertage die Jahreslänge zu 365,247 Tqgen nach R. Adda maßgebend ist, bleibt die Jahreslänge von 365,250 Tagen nach Samuel noch in einem Falle grundlegend, nämlich bei Festsetzung der שאלת טל ומטר. Der 60. Tag der תקופת תשרי nach R. Adda ist nicht der 5. Dezember, sondern Schon der 29. November. Folgerichtig müßte an diesem Tage mit der Einfügung von טל ומטר begonnen werden. Soll nun wirklich eine Änderung in unserer תפלה Platz greifen, nachdem die ראשונים und אחרונים, denen die Differenz ,zwischen der Addaschen und der Samuelsehen Tekupha wohl bekannt war, sie nicht für nötig befunden haben? Wäre dann nicht der 22. November als der richtige Termin einzusetzen, wozu man sich um so weniger wird entschließen können^ weil dann ein Element — die Jahreslänge von 365,242 Tagen — in den Kalender hineingebracht wird, die bisher ohne Bedeutung für ihn war? Da pחוץ לא die Bitte um Regen nur mit Rücksicht auf ארץ ישראל gesprochen wird, so wird neben dieser lokalen Übertragung unserer Gedanken auch eine temporale in Erinnerung an frühere Zeiten wohl angebracht sein. Der jüdische Kalender bedarf weder einer großen noch einer kleinen Reform, und all den dahin zielenden Plänen sollte deshalb von vornherein nur theoretische Bedeutung beigemessen werden.