Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 16 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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- Malbim 1× ep/1002711
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16 Probleme der Pentateuch-Exegese. es oben (Bd. V, S. 510) an anderen Stellen nachgewiesen haben,, und wie es bei Ibn Esra noch an zahlreichen Stellen der Bibel gezeigt wird, daß ein Imperf. mit 'ר conv. als Plusquamperf. zu fassen ist (vgl. auch Malbim, Ajeleth Haschachar, Regel 43). Die letzteren Erklärer glauben sich dadurch zu ihrer Auffassung veranlaßt, weil in v. 8 Mose bereits das dem Volke mitteilt, was erst in v. 12 von Gott offenbart wird. Indessen weder der letztere Umstand, noch das, was Kuenen auffällig findet, nötigt zu der Annahme, daß der Aussprach Gottes in v. 12 bereits vor der Rede Moses in vv. 6—8 stattgefunden hat. Daß die Ausführung des Gottesbefehls in v. 12 nicht berichtet wird, berechtigt zu gar keiner ScMußfolgerung, weil es sehr oft als stillschweigend vorausgesetzt wird, daß Mose den göttlichen Befehl an Israel ausgerichtet hat; so oben in c 12 und sehr oft in Leviticus und Numeri. Andererseits ist in den Worten Moses in v. 8 keineswegs das ausgesprochen, was in v. 12 geoffenbart wird. Denn 'בתת וגו in v. 8 ist ein Bedingungssatz und Vordersatz zum folgenden ונחגו מרי וגו׳ (vgl. die Erklärung Ibn-Esras im באור הקצר). V. 8 ist mit Arnheim (in Zunz’ Bibel) zu übersetzen. ״Und Mose sprach: Wenn der Ewige euch gibt am Abend Fleisch zum Essen und Brot am Morgen zum Sattwerden, indem der Ewige gehört euer Murren, das ihr wider ihn auslasset; was sind dann wir? Nicht wider uns geht euer Murren, sondern wider den Ewigen“. (Ähnlich übersetzt Hirsch). Der Sinn ist, wie Ibn- Esra erklärt: Wenn Gott sofort ihre Wünsche erfüllen wird, so werden sie überzeugt sein, daß ihr Murren nicht, wie sie gedacht haben, gegen Mose und Aharon, sondern gegen Gott gerichtet war. Daß Mose, ohne von Gott eine Mitteilung erhalten zu haben, hypothetisch die Tat Gottes vorhersagt, und Gott sodann den Wunsch seines Dieners erfüllt, hat seine Analogie in Num. 16, 30ff. Dort sagt Mose: ״Wenn der Ewige etwas Neues schafft, und der Erdboden seinen Mund auftut und sie mit. allem, was ihnen gehört, verschlingt, daß sie lebendig in die Gruft hinabfahren, so werdet ihr erkennen, daß diese^ Männer den Ewigen verhöhnt haben“. Und als Mose aus-