Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1918)
- Date
- 1918-08-01
- Page
- Seite 512 (sequence 76)
- Language
- German
- Belongs to
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512 Probleme der Pentateuch-Exegese. Offenbarungen (3, 8; 17; 6, 8), daß die Erlösung Israels und Gottes Großtaten vorzüglich das im verheißenen Lande zu begründende Gottesreich zum Zwecke haben. Dieses Reich ist ihm der ״Gottesberg“ und das ״Gottesheiligtum“ (v. 17), auf dem ein ganzes Volk sein ganzes Leben und Streben dem Dienste Gottes weihen sollte. — Das Lied besteht aus einer Einleitung (v. lb—2) und zwei Hauptteilen (3—10 und 11—18). In der Einleitung fordert sich der Sänger zum Gesang und Loblied auf zur Verherrlichung seines und seiner Väter Gottes. Der erste Hauptteil besingt Gott als den Kriegsmann, der in herrlicher Kraft und Majestät 1seine Feinde besiegt und vernichtet. Der zweite Hauptteil schildert Gott als den sich verherrlichenden Heiligen, wie er nach Vernichtung seiner Feinde sein Volk in das zu gründende heilige Reich führt und unter Angst und Zittern der dort wohnenden Feinde Gottes für ewige Zeiten zum alleinigen König der Welt erklärt wird. Jeder der beiden Hauptteile besteht aus drei Strophen. Mit der Einleitungsstrophe besteht demnach das Lied aus sieben Strophen: I. lb—2; II. 3—5; III. 6—8; IV. 9—10; V. 11—13; VI. 14—16; VII. 17—18. Die Gründe, welche die Neuern gegen die Authentie dieses Liedes geltend gemacht haben, sind nichtig. Man .glaubt, die Einführung Israels in Kanaan sei!hier in v. 13 ff. als schon vollzogen vorausgesetzt. Allein die Perfecta נחיה נהלת sind keineswegs so zu fassen, als wenn die Tatsache bereits geschehen wäre. Es steht vielmehr das Perfect oft bei einer Handlung, die man eben auszuführen im Begriffe ist, vgl. Gen. 23, 13 (נתתי). Besonders pflegen die Propheten zukünftige von ihnen vorausgeschaute Ereignisse im Perfect darzustellen, vgl.ראו (Jes. 9, 1), שדד (das. 15, 1), אכל (Joel 1, 4 und das ganze Kapitel). Auch positive Gründe sprechen für die Echtheit unseres Liedes. Schon die ganze •Schilderung macht den Eindruck, daß es von einem Augenzeugen unmittelbar nach dem selbst erlebten wundervollen Ereignis in heilige Begeisterung gesungen worden ist. Die lebendige Frische und Unmittelbarkeit tritt in unserem Liede so klar