Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1918-08-01 · Heft 8-9 (August 1918) · p. Seite 501

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 8-9 (August 1918)
Date
1918-08-01
Page
Seite 501 (sequence 65)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2292929-2292980-2292986--03065-2296340
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Probleme der Pentateuch-Exegese. 501 Probleme der Pentateuch-Exegese, Von Rektor Dr. D. Hoffmann, Berlin. XVI. Der Durchzug der Israeliten durch das Schilfmeer. Kap. XIII, 17—XV, 21. Sämtliche Kritiker wollen wissen, daß vorliegendes Stück keine ursprüngliche Einheit sei. A priori wurde angenommen, daß die hier erzählte Begebenheit wegen ihrer besonderen Wichtigkeit von keinem der Schriftsteller, welche die Geschichte der Gründung der isi politischen Gemeinde beschrieben (J, E und P nach ׳ r Kritik) übergangen worden sei, daß folglich R seine Erzählung aus verschiedenen Bestandteilen־ jener Quellen zusammengesetzt habe. Es galt also nur, diese Annahme durch Gründe zu erhärten und die einzelnen ursprünglichen Berichte festzustellen. Prüfen wir nun die Gründe, welche gegen die Einheit unserer Erzählung sprechen sollen. Am deutlichsten soll dies nach Bäntsch (S. 114) der Bericht über den Durchgang durchs Schilfmeer zeigen. In diesem sollen zwei einander widersprechende Darstellungen verwoben sein. ״Nach der einen läßt JW. durch einen starken Wind das Wasser des Schilfmeeres zurücktreiben und so den Grund des nördlichen Teiles trocken legen; nach der andern spaltet Moses durch Ausstrecken seiner Hand das Wasser in zwei Hälften, die wie Mauern zur Rechten und zur Linken stehen, so daß das Volk mitten durch sie hindurchziehen kann. Nach der ersten Darstellung werden dann die Aegypter beim Zurückfliehen durch das in sein altes Bett zurückkehrende Wasser ersäuft; nach der andern brechen die Wassejr von rechts und links über sie zusammen und begraben sie samt ihren Wagen und Rossen.“ So Bäntsch. In ähnlicher Weise hatte sich schon früher Diilmann (u. A.) geäußert: ״Nach P erfolgte die Teilung des Meeres durch Mose’s ausgestreckte Hand“., ״während sie nach J der Wind bewirkte.“ 34

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.