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Jeschurun · 1918-08-01 · Heft 8-9 (August 1918) · p. Seite 499

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 8-9 (August 1918)
Date
1918-08-01
Page
Seite 499 (sequence 63)
Language
German
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Amosstudien. 499 Wichtig sind die sachlichen Berührungen zwischen Am. und dem PC. Die Erwähnung von der Institution der נזירים (2, 11) geht auf Nu. 6 pass, zurück. Er unterscheidet ferner zwischen חגים und 5,21) עצרות) — wie der PC1)• — In 5,22 führt er die Opfer עולה ,מגהה ,שלמים in der Reihenfolge an, wie sie im Lev. 1.3: 2,1: 3,1 angeführt werden (Rech. bibl. II, 228) 2), ferner setzt der Eluch gegen Jorobeam, daß er auf unreiner Erde (אדמה טמאה) sterben werde (7,17), die Reinheitsgesetze voraus. Am. nahm jedoch nicht nur die Redensarten jeder einzelnen Quellenschrift getrennt herüber, sondern vereinigte mitunter in einem Satz Ausdrücke von zwei verschiedenen Quellen. 4,. 11 heißt es הפכתי בכם כמהפכת אלדים את פרם ואת עמרה. Dieser Satz ist fast wörtlich Dt. 29,22 entnommen, nur mit dem Unterschied, daß Am. statt des dort angeführten ״שם הויה, den Namen אלדים (nach Gen. 19, 29 P!) einsetzt. Dieser Vers kann unserm Propheten nicht abgesprochen werden, da ihn ' schon Jer. 50, 40 zitiert. Ferner geht Am. 8, 5 להקטין איפה ולהגדיל שקל ולעות מאזני מרמה auf Dt. 25,15 und Lev. 19,36 zurück. Wir sehen also, daß Am. alle Quellenschriften der Thora gekannt und in seinen Reden benutzt hat. Folglich muß die Thora, wie sie uns vorliegt, schon zu seiner Zeit bekannt gewesen sein. ב) Vgl. Eoffmann, Leviticus II, 280. 2) Kaum bedarf Nowack’s Annahme, daß V. 25 die Bekanntschaft mit einer Schrift, wie es der Priesterkodex ist, ansschließt, einer Widerlegung. Im Zusammenhang mit V. 21—22 will unser Vs. besagen, daß Gott Kecht und Gerechtigkeit fordert, dagegen Opfer in falscher Gesinnung verwirft. Denn die Opfer allein ohne die rechte Gesinnung sind nicht die Hauptsache, da sie ja auch nicht in der Wüste Gelegenheit hatten, solche darzubringen, vgl. Hoffmann, Leviticus I 266. Daß die Propheten mit solchen Ausdrücken nirgends die Opfer an sich verwerfen, geht aus Jes. 1,11 ff. hervor. Dort wendet sich der Prophet nicht nur gegen die Opfer, sondern auch gegen das Gebet mit blutbefleckten Händen. Darf man etwa daraus schließen, daß der Prophet auch das Gebet an sich verwirft? (Vgl. Dillmann, Kommentar z. St.).

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