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Jeschurun · 1918-08-01 · Heft 8-9 (August 1918) · p. Seite 490

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 8-9 (August 1918)
Date
1918-08-01
Page
Seite 490 (sequence 54)
Language
German
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490 Amosstudien. Damit endigt der erste, größere Teil der Hede. Mit der Aufforderung, das Gute aufzusuchen (V. 14), kehrt Am zu Y. 4 zurück. V. 14—15 enthalten eine positive Aufforderung, wie sie ihr Leben gegenüber ihren jetzigen Untaten ändern sollen. "Wenn sie das Gute aufsuchen, dann wird Gott mit ihnen sein (Y. 14), im Gegensatz zu der in V. 6b angekündigten Strafe,, wenn sie es zu tun unterlassen. V. 15 stellt sich in den Gegensatz zu V- 7 u. 10. Jetzt verdrehen sie das Recht und hassen den, der Beweise erbringt. Im Gegensatz dazu fordert sie der Prophet auf, das Böse zu lassen und das Recht einzuführen ״T vielleicht wird sich Gott erbarmen. (V. 10) ש;או• רע ואהבו טוב שגאו בשער מוכיח (V. 15) (V. 7) והציגו בשער משפט וצדקה לארץ הניחו (V. 15) Weil sie aber dieser Aufforderung keine Folgen leisten, tritt die Katastrophe ein (Y. 16—17). Sie, die jetzt jeden zum Schweigen bringen und ihm sein Recht entziehen (Y. 13)r werden selber laute Klage auf allen Orten anstimmen, wenn Gott strafend durch ihre Mitte ziehen wird (Y. 16—17). 6, V. 2. Wie Kalne, Hamat und Gat erlegen sind, so soll auch Samarien erliegen. Dies ist nach W. der Sinn unserer Stelle. W. erklärt auf Grund dieser Interpretation diesen Vers als Glosse eines Späteren, da diese Städte erst in späterer Zeit erobert worden sind. Doch hat Halevy (Rech. bibl. III, 631 f.) eine befriedigende Erklärung zu unserer Stelle gegeben. Am will hier sagen, daß Juda und Israel kein Recht haben, sich über ihr Schicksal zu beklagen. Sie sollen doch nach den Gebieten ihrer Nachbarn sehen und sagen, ob die es besser haben als sie. Von Kalne, Hamat und Gat wird also nicht ausgesagt, daß sie erobert worden sind. Im Gegenteil, sie bestehen, sind aber nicht besser daran als Israel oder Juda. V. 9f. wird von W. ebenfalls beanstandet, denn vorher und nachher (V. 11 ff.) ist nicht von Pest und Seuche, sondern von politischer Vernichtung die Rede. Y. 9—10 stören den Zusammenhang, da sich Y. 11 an V. 8 gut anschließt W. hat

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