Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1918-08-01 · Heft 8-9 (August 1918) · p. Seite 489

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 8-9 (August 1918)
Date
1918-08-01
Page
Seite 489 (sequence 53)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2292929-2292980-2292986--03053-2296328
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Amosstudien. 4&9 androhung, die W. an unserer Stelle vermißt, ist nach Halevy (a. a. O. S. 617) in 4,12) כה) enthalten. So, wie es Sodom und Amora ergangen ist, soll es Israel ergehen. In 5, Y. 1—17 scheidet Marti folgende einzelne, für sich stehende Stücke aus: I. V. 1—3, das mit dem folgenden keinen Zusammenhang haben soll. II. Y. 4—17, das in folgende Teile zerfallen soll: 1. Y. 4 — 6. 2. Y. 7 —13 (exl. Y. 8 f., 13). 3. Y. 14 f. 4. V. 16 f. Beim Vergleichen sehe man, daß die Teile 1 und 3, sowie 2 und 4 zusammengehören, so daß wir zwei voneinander getrennte Reden vor uns haben: 1. Y. 4-6, 14,15, 2. Y. 7, 10—12, 16,17. Gegen diese Einteilung lassen sich folgende Einwände erheben: Es geht nicht au, die Klage über den Untergang Israels (Y. 1—3) vom folgenden zu trennen. Der Zusammenhang, den M. zwischen den beiden Partien vermißt, ist folgender: Klage über den Untergang des Nordstaates, der deshalb eintreten muß, weil sie von Gott abgefallen sind und den Götzen dienen. Deshalb fordert sie der Prophet (V. 4) auf, zur rechten Zeit (V. 6) zurückzukehren und sich vom falschen Kultus in Bethel, Gilgal und Beerseba loszusagen; denn diese werden ebenfalls zerstört werden1). V. 5 ist dabei die Antithese und V. 6 die Erklärung zu Y.4. V. 7, der eine Beschreibung ihrer Untaten enthält, bezieht :sich auf die in דרשו (Y. 6) enthaltenen Personen, mit dem in der Bibel häufigen Übergang der Rede von der 2. zur 3. Person. Y. 8—9 enthalten eine Schilderung der Schöpfermacht Gottes, der in Y. 6 genannt ist, und unterbrechen die Schilderung von ihrem frevelhaften Treiben, die sich in Y. 10 fortsetzt. In Y. 11—12 folgt die Strafandrohung sowie kurze Begründung derselben. Wer klug ist in solcher Zeit, schweigt, denn es ist eine böse Zeit (Y. 13). Bei solch5 falschen und ungerechten Richtern, wie es in Israel gibt, kann niemand sein Recht durchsetzen2 * *). 1j Vgl. unsere Bemerkungen zu 3,14. ־) Marti erklärt diesen Vers für eine Interpolation und bezieht ihn 1auf die Warner des Volkes, denen geraten werden soll zu schweigen. Ex meint, Am hätte dann selber seine Warnung nicht befolgt, da er in solcher Zeit aufgetreten ist. Wellhausen bezieht ihn dagegen auf die- Wenigen, die bei Gericht ihr Recht fordern.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.