Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1918)
- Date
- 1918-08-01
- Page
- Seite 488 (sequence 52)
- Language
- German
- Belongs to
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488 Amosstudien. wort, dessen Eintreffen durch den Propheten verkündet werden soll (vgl. Jes. 9,7). Der Prophet wird beauftragt, es zu verkünden und kann sich diesem Auftrag nicht entziehen, auch wenn er es möchte (vgl. Jer. 20,7 ff.). Der Zusammenhang von V. 7—8 ist also folgender: Ebenso wie beim Brüllen des Löwen jedermann von Furcht befallen wird, ebensowenig kann sich der Prophet dem göttlichen Auftrag entziehen. V. 7 ist Einleitung und Begründung zu Y. 8. Wie in Jes. 6, Jer. 1 liegt hier eine Prophetenweihe vor. Die Visionen in Kap. 7—9 sind Bestätigung und Ausführung von V. 8 (vgl. Pech, bibl. III z. St.'). 3. 14 b wird von W. als Glosse erklärt, da vorher und # י nachher vom toUen Treiben der Großen in Samarien die Bede ist, das doch nicht an den Altären gerächt werden kann. W. verkennt, daß bei Am der falsche Kultus die Quelle alles Übels ist; vgL 2,8, wo geklagt wird, daß sie auf gepfändeten Kleidern bei allen Altären Gelage abhalten. Deren Vernichtung bedeutet die Aufhebung der Ursache für alle Schäden, vgl. bes. 7,9. Dort wird als Strafe für die Sünden die Zerstörung der Höhen und die Vernichtung des Königshauses angedroht.—Durch 2,8; 4,4 (באו בית אל ופשעו• הגלגל); 7, 9 ist die Autenthie unserer Stelle gesichert. 4,13 wie 5,8—9 und 9,5—6 werden von W. ebenfalls als spätere Glossen erklärt. Sie sind Doxologien, die einer späteren Zeit angehören. Betrachtet man jedoch diese Stellen in ihrem Zusammenhang, so ersieht man, daß sie überall auf eine Strafandrohung folgen. Da ist es nur natürlich, daß der Prophet Gott als allmächtigen und unumschränkten Beherrscher des Weltalls preist. Er will damit sagen: fürchtet Euch vor Gott, der alles vermag, der die Natur erschaffen und sie beherrscht1). Durch die dreifache Wiederholung dieses Gedankens bei unserem Propheten in derselben stilistischen An- Ordnung ist die Autenthie unserer SteUe gesichert. Die Straf- J) Deutlich, ist dieser Gedanke in Jer. 5, 22 ausgesprochen.