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Jeschurun · 1918-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1918) · page 119

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1918)
Date
1918-05-01
Page
– (sequence 119)
Language
German
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Aus der alten. Zeit. 375 Gatten zu heischen, denn ihr verdanke es R. Jekele, daß er seine ganze Zeit dem Thorastudium widmen könne, indem sie ihm die Last der Erwerb stätigkeit abgenommen und die Sorge für den Unterhalt des Hauses auf sich genommen habe. Der ״ Kontrakta wurde vor Zeugen geschrieben und unterzeichnet und die Gäste unterschrieben alle zur Bekräftigung der Urkunde. Zu den eingeladenen Gästen bei dieser Doppelfeier gehörten auch der Chason und die dreißig Schüler des R. Jekele, und nachdem alle den ״Kontrakt“ unterzeichnet hatten, gab R. Jekele dem Chason ein Zeichen, worauf er und der ganze Chor, darunter auch die Bachurim, jubelnd das Lied anstimmten: ״Ein wacker Weib so schwer zu finden, ״Weit über Perlen geht ihr Wert!!!״ . . . * * ־דד R. Jekele und seine Frau lebten noch viele Jahre bis ins höchste Alter in Wohlstand und Glück und erfreuten sich an gottgesegneten Sprossen, an Kindern und Enkeln, die sich alle durch Frömmigkeit und Thorakenntnis auszeichneten. R. Jekele verschied einige Monate vor seiner Frau Rechele. Nach seinem Tode kaufte Rechele für sich und ihren Gatten ein Erbbegräbnis, ״denn״, so sagte sie, ״im Leben waren wir innig mit einander vereint, und so wollen wir auch im Tode nicht getrennt sein.״ Bevor ihre letzte Stunde kam, versammelte Rechele ihre Kinder und Enkelkinder um ihr Lager und segnete jeden einzelnen von ihnen. Nachdem sie dann ihr ganzes Hab und Gut unter sie verteilt hatte, hob sie an und sprach: ״Sehet, alles, was mein ist, habe ich euch übergeben, für mich habe ich nicht das geringste zurückbehalten ״״nicht einen Faden noch Schuhriemen״“, denn alle Güter der Erde, im Grabe haben sie keinen Wert noch Nutzen. Nur eins kann ich euch nicht lassen, das muß ich mit mir ins Grab nehmen, das ist der Vertrag, den euer Vater mir in seiner Herzensgüte vor Zeugen übergeben hat. Mit diesem Schreiben in der Hand werde ich vor unserm Vater im Himmel erscheinen, mich vor ihm niederwerfen und sprechen: ״״Ein

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