Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1918)
- Date
- 1918-05-01
- Page
- – (sequence 113)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Aus der alten Zeit. 3^9 darin gestört, denn seine Ohren, seine Augen, seine ganzen Sinne hafteten nur an dem, ״harben Rambam“ . . . ״Wie kannst Du nur an so etwas denken,“ sagte sie, ״siehst Du denn nicht, daß ich auch ohne Dich mit meiner Arbeit fertig werde, bleibe Du nur bei Deinem ״Lernen“, denn wahrlich sein Wert übertrifft den aller Güter der Welt!“ . . . ״Aber was hast Du denn für einen Gewinn von dieser ״Ware“, meine Esches chajil? . . . “ ״Sorge Dich nicht um mich, ich werde schon meinen Vorteil dabei finden, das wirst Du bald sehen — aber wir wollten doch über Pereies Zukunft sprechen! . . ״Und wie denkst Du darüber? sage es mir!“ ״Ich denke, daß mein Yetter Davidl allein ihr vom Himmel bestimmt ist. Wir selbst haben ihn erzogen, wir kennen alle seine Vorzüge, wir wissen, daß er bescheiden, aufrichtig und fromm, auch nicht ganz ohne Wissen ist, und was in meinen Augen noch mehr für ihn spricht, er versteht das Geschäft aus dem Grunde.“ ״Dein Vorschlag scheint auch mir ganz richtig, denn Davidl war von jeher eine tiefreligiöse Natur; aber wer weiß, ob er noch bei seiner Frömmigkeit geblieben ist! —“ ״Du kannst sicher sein, daß Davidl auch nicht um Haares־ breite von seinem frommen Lebenswandel abgewichen ist, er hält treu zu Gott und seinen Geboten und, was mich in meiner Meinung noch bestärkt hat, ist, als ich heute unserer Tochter Perele erzählte, daß Davidl bei uns einige Tage zu Gast sein wird, leuchteten ihre Augen und röteten sich ihre Wangen; da sagte ich mir: Die Sache ist von Gott ausgegangen!“ ״Dein Plan gefällt mir sehr gut, meine Esches chajil“ antwortete ihr R. Jekele in fröhlicher Stimmung und legte seine Hand auf ihre Schulter, ״doch gib mir jetzt den Lohn an, den Du für all die Mühen und Sorgen beanspruchen kannst, die Du bis jetzt schon für unseren Lebensunterhalt gehabt hast und auch weiter in Zukunft haben wirst . . ״WTarte nur ein wenig, ich werde Dir schon sagen, wie ich darüber denke!“ 25