Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1918)
- Date
- 1918-05-01
- Page
- – (sequence 111)
- Language
- German
- Belongs to
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Aus der alten Zeit. ״Laß doch einmal hören, meine Esches ehajil,44 sagte er zu ihr, und er lachte übers ganze Gesicht, ״warum richtest Du heute alles viel reicher und feiner her. als sonst für irgend einen Sabbath?“... ״Weißt Du denn nicht, daß heute noch ein sehr lieber Gast kommt, und hier bei uns einige Tage oder vielleicht auch länger bleiben wird . . ״Ja, ich freue mich auch, daß er kommt, denn ich habe den fleißigen und flinken Jungen sehr lieb . . Nachdem Rechele ihre Arbeit in der Küche beendet hatte, zog sie ihr Arbeitskleid aus, legte ein Hauskleid an und kam zu ihrem Mann ins Zimmer hinein . . . ״Weißt Du, Jekele,41 fing sie an, ״heute erst habe ich bemerkt, daß unsere Tochter Perele schon die Kinderschuhe ausgezogen hat. sie ist schon erwachsen, man kann sagen ein blendend hübsches Mädchen . . .“ ״Ja,44 erwiderte R. Jekele, ״aus den Kinderjahren ist sie schon heraus, — möge Gott sie uns noch recht lange erhalten — mir scheint, in einigen Monaten wird sie achtzehn Jahre alt.“ ״Aus dem Sefer״״Zeeno ureno444‘ weiß ich, daß unsere Weisen s A. das achtzehnte Jahr für die Chuppo bestimmt haben!44 ״Wahrhaftig, meine Esches chajil,44 stimmte R. Jekele ein, ״jetzt merke ich erst, daß Du auch eine Gelehrte bist und weißt, was unsere Weisen s. A. gesagt haben.“ ״Fängst Du wieder an, Schlemihl, Du weißt doch, daß auch ich schlagfertig bin —־ aber jetzt Scherz beiseite, ich möchte mit Dir über die Zukunft unserer Tochter Perele reden!. . . 0״. auch ich habe schon oft darüber nachgedacht!‘4 ״Und auf wen hast Du Dein Auge geworfen?“ ״Genaues kann ich noch nicht sagen, ich dachte aber vielleicht einer von meinen Schülern, vielleicht der schwarze Ahronle, er ist ein tüchtiger Lamden und auch aus guter Familie.44 ״Nein44, sagte Rechele entschieden ״er ist nicht der Mann, dem ich unsere Tochter an vertrauen möchte.44 ״Warum denn nicht?“