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Jeschurun · 1918-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1918) · page 66

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1918)
Date
1918-05-01
Page
– (sequence 66)
Language
German
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322 Charakterbilder unserer großen G-esetzeslehrer. geübteren das Eindringen in die oft schwierige. Materie zu erleichtern. Zu diesem Behufe verfaßte R’Nissim einen ״ .מפתה "מל מנעולי התלמודSchüssel für die verschlossenen Teile des Talmud“. Keineswegs ist das Werk, das in arabischer Sprache geschrieben war. eine an den Wortlaut der Gemara sich anschließende Erklärung, deren es damals wohl auch noch nicht bedurfte, da die von den babylonischen Hochschulen ausgehende Überlieferung immerhin noch lebendig war. 'So begnügte sich R’Nissim damit, gewisse bedeutsame Stellen aus den Traktaten im Zusammenhang zu behandeln. Zur Erleichterung des Studiums gibt der Verfasser da, wo ein Problem nur kurz angedeutet ist, genügende Anführungen aus denjenigen Partien, wo dieses ausführlicher behandelt ist; ferner bietet er zu einer jeden Hindeutung auf die entsprechenden Parallelstellen eine vollständige Aufzählung alles in Betracht Kommenden. Die Einwirkung des von seinem Vater so hoch verehrten Gaon Scher ira zeigt sich in der Einleitung, wo Nissim einen kurzen geschichtlichen Überblick über die Fixierung der Mischna und die Redaktion des Talmud gibt. Diesem Thema hatte er auch eine besondere, leider nicht mehr auf uns gekommene Schrift gewidmet. Charakteristisch für die Geistesrichtung und die Persönlichkeit R’Nissims ist auch sonst die Vorrede zu dem Werk, indem er in philosophisch anmutender Ausführung von der Pflicht der Aneignung geläuterter Erkenntnis spricht und aus dieser unser Pflichtbewußtsein ableitet, wodurch all unser Tun und Lassen einen erhöhten Wert gewinnt; man könnte fast bei diesen Gedankengängen an die des Rambam erinnert worden. Zum Schluß der Einleitung weist der Verfasser ix. •:־■־•Utrender Bescheidenheit jede Absicht der Ruhmsucht von sich, da ihn nur der Gedanke, einen Nutzen für das Studium zu stiften, geleitet habe; wie ihm das Verdienst seines großen Vaters bisher geholfen habe, möge es ihm auch ferner beistehen. Bedauerlich ist es, daß der ״Schlüssel“, der sicher sich über sehr viele Traktate des Talmud erstreckte, nur zu ״מכה ,כרכיה und עי^יכין uns erhalten ist; diese liegen uns,

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