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Jeschurun · 1918-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1918) · page 64

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1918)
Date
1918-05-01
Page
– (sequence 64)
Language
German
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2 20 Charakterbilder unserer großen Gesetzeslehrer. Kairuän wirkte ferner der als Arzt und Philosoph für seine Zeit sehr bedeutende Isak Israeli, aus Egypten stammend, wo Saadia seinen Unterricht und Umgang genoß* 1). In standigem Verkehr standen die Kairuäner besonders mit den Geonim Scherira und Hai, an die sie vielfache Anfragen richteten. Den Dank für die reiche Belehrung, die sie von den babylonischen Hochschulen erhielten, stattete die Gemeinde ab durch reichliche Spenden, als deren Inkassenten wir mehrere bedeutende Gelehrte kennen lernen. Einen besonderen Anziehungspunkt in 'Kairuän bildete das Lehrhaus des Jacob ben Nissim. Dieser Gelehrte stammte sicher aus einem von Babylonien eingewanderten Geschlecht, wie auch der Familienname ״Ibn Schahin“ beweist, der persischen Ursprungs ist und soviel wie ״Falke“ bedeutet. Aus der Schilderung seines Sohnes wissen wir, daß er einen regen Eifer in der Leitung von Talmudschulen entfaltete und daß er mit hoher Gelehrsamkeit eine tiefinnerliche Frömmigkeit verband. Mit den letzten Geonim Pumbaditas stand er in innigem literarischen Verkehr, wofür wir in den zahlreichen an ihn gerichteten Responsen einen Beweis haben. So nennen sie ihn den ,.heiligen Alluf“, ferner ״Freude unseres Herzens, unser Liebling“, und, wenn man besonders das gemessene Wesen des wortkargen Scherira in Betracht zieht, so kann man daraus auf die hohe Bedeutung, die die damalige unbestrittene Autorität R’Jacob beilegte, schließen; vielfach wird Jacob auch als (Wien 1891). — Sein Ritual, das höchst wahrscheinlich viele alte palästinische Traditionen enthält, ist besonders behandelt in einem englisch geschriebenen Werk von Schlössinger. 1I Das philosophische System Isak Israelis und seine Stellung in der Scholastik hat eingehend dargestellt Jacob Guttmann. ג) Der Ehrennahme Alluf wurde in der geonäischen Zeit vielfach Männern verliehen, die sich teils durch großes Wissen, teils durch Be- Schaffung von Mitteln für die Hochschulen verdient gemacht haben, besonders auch auswärtigen Gelehrten. Die Bedeutung dieses Titels und die Träger desselben sind eingehend dargestellt in Poznanskis .עביכים עורכים לתקדפת זדגארכים

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