Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1918-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1918) · page 63

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1918)
Date
1918-05-01
Page
– (sequence 63)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2292929-2292980-2292984--02881-2296154
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Charakterbilder unserer großen Gesetzeslehrer. 3!9 als erfüllt vonThorakenntnis und vielfachem Wissen (ממולאים בתורה והבמה) bezeichnet wurden. Bald überragten die Gelehrten Kairuäns die der anderen nordafrikanischen Judenheit, wie in Fes. Tahort und anderen Städten, die gleichfalls einen klangvollen Namen;in der jüdischen Geistesgeschichte aufweisen konnten. Wirkte doch dort der verdienstvolle Jehuda ihn Koreisch, der an seine Landsleute in Form eines Send- »chreibens eine eindringliche Mahnung wegen Vernachlässigung der gesetzlich vorgeschriebenen Lektüre des Targum Onkelos richtete und. im Anschluß daran, eine Vergleichung des biblischen Sprachschatzes mit dem Neuhebräischen der Mischna, dem Aramäischen des Talmuds, sowie dem Arabischen zusaramenstellte, die besonders in diesem Teil nicht nur für die Exegese wertvolle Aufschlüsse bietet, sondern auch eine sprachwissenschaftliche Beobachtungsgabe offenbart, die sich vielfach der Erkenntnis der neueren Philologie mit ihren bedeutenderen Hilfsmitteln nähert1). Die Gelehrten Kairuäns treten uns zum erstenmal entgegen in einer Anfrage, die sie an den suranischen Gaon Zemach b. Chajim (882) richteten, und in der sie sich Verhaltungsmaßregeln erbaten gegenüber einem bei ihnen auftretenden Reisenden, der sich E1 d a d H a d a n i, d. h. aus dem Stamme Dan, nannte — in Wahrheit aber vermutlich aus Jemen oder der ostafrikanischen Küste kam — und merkwürdige Berichte über Reiseerlebnisse in den Gegenden, wo Reste der 10 Stämme leben sollten, wie auch fremdartig klingende hebräische Worte und ein merkwürdiges Schlachtritual, das er auf Josua zurückführte, mitteilte2). In ג) Das Sendschreiben Ibn Korelschs. — Risäle — wurde von dem Christi. Theologen Barges und dem bekannten jüd. Gelehrten Beer Goldberg im arab. Original. Paris 1857, herausgegeben. Seine hebr.-arab. Sprachvergleichung und ihre Ergebnisse für die Bibelerklärung habe ich in der Monatsschrift Jahrb. 44 (1900) dargestellt. a) Über Eldad Hadani der keineswegs, mit Graetz, als ein Abenteurer oder gar karäischer Propagandist anzusprechen ist, hat ausführlich in einer hebr. Abhandlung alles Nähere gegeben Abr. Epstein, der auch die verschiedenen Berichte über seine Reisen zusammengestellt hat,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.