Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1918)
- Date
- 1918-05-01
- Page
- – (sequence 44)
- Language
- German
- Belongs to
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300 Probleme der Pentateuch-Exegese. Nun spricht Mose in Exod. 13, 3 ff. zum Volke, das eben in Eile (11 ,12 ,בהפזון) das Pesachopfer verzehrt und aus Ägypten ausgezogen war. Diese Eile hatte bewirkt, daß ihr Teig מצה gebheben und so gegessen worden waf (12, 39). Mose befiehlt daher dem Volke, daß es der Begebenheit dieses Tages stets eingedenk sei und nichts Gesäuertes esse (13, 3, vgl. Deut. 16, 3). Gott hatte bereits dem Mose vorher mitgeteilt, daß Pharao die Israeliten aus Ägypten hinaustreiben wird (11, 1). und hat deshalb geboten, das Pesach reisefertig in Eile zu essen (12, 11). Dies war auch der Grund des daran angeschlossenen Gebotes für die Zukunft, ein siebentägiges Mazzothfest zu feiern (12, 15). Allein nachdem das Ereignis des eiligen Auszuges tatsächlich eingetreten war. wiederholte Mose dieses Mazza-Gebot dem Volke, weil es erst jetzt die Bedeutung desselben erkennen konnte.1) Sodann befiehlt Mose (13, 5), nach dem Einzuge ins verbeißene Land ״diesen Gottesdienst“ im Monate Abib abzuhalten. Unter ״diesem Gottesdienst“ ist nichts anderes als die eben begangene Pesachopferfeier zu verstehen, die auch oben 12. 25 ff. wiederholt mit העבודה הזאת bezeichnet wird. Die Neuern haben, durch ihre Zerstückelungstheorie irregeführt, das העבידה הזאה in 13, 5 auf das folgende Gebot, sieben Tage Mazza zu essen, bezogen. Allein in der ganzen Auszugsgeschichte wird unter עבד (auf Gott bezogen) die Darbringung von Opfern verstanden (vgl. 7, 16; 26; 8, 4; 16; 21 ff.; 9, 13: 10,* 24ff.). Abgesehen davon liegt es doch nahe, daß der Ausdruck in 13, 5 dasselbe bedeutet, wie der gleiche Ausdruck in 12, 25f. Nachdem nun in 13, 5 verordnet wird, im Lande der Verheißung das Pesachopfer-Mahl (26 ,12 ,זבה פסה) zu halten, wird weiter in v. 6 geboten, darauf sieben Tage Mazzoth zu essen und am siebenten Tage wieder ein Fest:- opfer (חג) dem JW darzubringen. Die Feier des ersten J) Die Wichtigkeit des Gedenkens des eiligen Auszuges aus Ägypten wird in Deut. 16, H hervorgehoben; vgl. meinen Kommentar tlas. S. 258.