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Jeschurun · 1918-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1918) · page 40

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1918)
Date
1918-05-01
Page
– (sequence 40)
Language
German
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296 Probleme der Pentateuch-Exegese. Auch zwischen den beiden Mazzothgesetzen, dem in 12, 14—20 (der Mitteilung an Mose) und dem in 13, 3 — 10 (die Verkündigung Mose’s an das Volk) haben die Kritiker viele Differenzen zu finden geglaubt. Es seien hierüber wieder die Worte Dillmanns (1. c. S. 139) angeführt. ״Von מקרא קדש und Ruhefeier am ersten und siebenten Mazzothtag und von Strafdrohung gegen die Übertreter des Gebotes des Ungesäuerten steht in diesem Gesetz (13, 1 — 10) nichts; der Monat hat einen andern Namen, die Festtage im Monat sind nicht mit Zahlen angegeben; חג heißt der siebente, nicht der erste Mazzothtag.“ Es sei nun zuvörderst erklärt, warum in dem Gesetze 13, 3 — 10 der Monat einen andern Namen hat und die Festtage im Monat nicht mit Zahlen angegeben sind. Es ist unmöglich mit manchen Kritikern (namentlich den der Wellhausenschen Schule) anzunehmen, daß die Feste nach JE und Deut, gar nicht genau fixiert waren, so daß der eine heute der andere morgen das Pesachfest feiern konnte. Abgesehen von anderen Gründen spricht schon der Wortlaut der Schrift in Exod. 13, 3; Deut. 16, 3; 6 deutlich genug dagegen; da hier bestimmt geboten wird, des Tages des Auszuges aus Ägypten zu gedenken und ihn zu feiern. Das Arbeitsverbot am siebenten Pesachtage (Deut. 16, 8; vgl. Exod. 13, 6) zeigt auch entschieden, daß dieser Tag für alle Israeliten ein und derselbe und fest bestimmt war, wie der Sabbath und Neumondstag (Arnos 8, 5). Wenn nun trotzdem die Festtage im Monat nicht mit Zahlen benannt sind, so muß hierfür ein anderer Grund vorhanden sein, und dieser wird uns zugleich darüber Aufklärung geben, warum der Monat hier und sonst nicht mit der Ordnungszahl (erster Monat) sondern ״Monat Abib“ genannt wird. Es ist nicht zweifelhaft, daß in Israel schon in den ältesten Zeiten nach Mondmonaten gerechnet wurde. Dafür spricht schon die Neumondsfeier, welche zu allen Zeiten bei ihnen in regelmäßiger Übung war (vgl. 1. Sam. 20, 5; Am. 8, 5; Hosea 2, 13: Jes. 1, .13 f.). Andererseits zeigt aber die

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