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Jeschurun · 1918-03-01 · Heft 3-4 (März 1918) · p. Seite 253

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 3-4 (März 1918)
Date
1918-03-01
Page
Seite 253 (sequence 121)
Language
German
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Die Josephserzählung. 253 über wird es zuweilen notwendig auch, das Selbstverständliche nochmals zu unterstreichen. Jacob, der S. 59-61 über die Namen Jakob und Israel bandelt, scheint von den bezüglichen eingehenden Untersuchungen Dahses a. a* O. S. 122143־ keine Kenntnis erlangt zu haben. Wenn er richtig darlegt, daß der neue Name Israel keineswegs den alten verdrängen soll und u. a. darauf hinweist, daß von dem Augenblick an, wo Abram und Sarai in Abraham und Sarah geändert werden, die alten Namen nicht mehr Vorkommen, so ist dazu und zur Erklärung von 35,10 b. Berackoth 13 a und K. Samuel Edels z. St. zu vergleichen. Bei Dahse ist nur zu bedauern, daß er mit dem massoretischen Text nicht weniger willkürlich umspringt als die früheren Kritiker, ja diese in manchem Betracht noch bei weitem überbietet. Seine Ausführungen enthalten aber vieles wertvolle Material und manche vortreffliche Beobachtungen. Lehrreich ist bes. Kap. 1. ״Die Geschichte der Verwendung dieses Kriteriums“, wobei u. a. gut gezeigt wird, zu welchen verlegenen Auskünften Wellhausen u. a. Zuflucht zu nehmen genötigt sind, nur um ihre Theorien aufrechtzuerhalten. S. 135 meint Dahse: ״An diejenigen, die noch nicht überzeugt sind, nur noch die Frage, wie kommts, daß 46, 2 wie 48, 21 der Gottesname E neben Israel gebraucht ist und 47,27 Israel neben ארץ נלצרים-“ Aufmerksam gemacht sei schließlich noch auf die folgenden Sätze a. a. O: ״Die ganze Unterscheidung von Jakob und Israel zerschellt an dem einen Vers 46, 2. Dieser eine Vers zeigt, daß Israel und Jakob nebeneinander gebraucht werden konnten und dasselbe beweist deutlich der Jakobssegen Gen. 49.“ Dazu ist zu bemerken, daß sich auch der Talmud Berachoth a. a. 0. gerade auf Gen. 46, 2 beruft. Der Schlußnote zu dem 1. Kapitel meiner Abhandlung S. 673 des vorigen Jahrgangs bitte ich noch das Folgende hinzufügen zu wollen: Nachträglich sehe ich, daß schon Sefer hajaschar, welches L. Zunz, Die gottesdienstlichen Vorträge der Juden, 2. Aufl. Frkft. a/M. 1892 S. 165 Anm. 2 gegen Ende des 11. Jahrhunderts entstanden sein läßt — M. Gaster, Monatsschrift für Geschichte der Wissenschaft des Judentums Jhg. 37, S. 180 hält es noch für wesentlich älter —, s. aber Max Grünbäum, Gesammelte Aufsätze zur Sprach- und Sagenkunde. Berlin. Calvary, 1901 S. 524, 532, 042, 554 f. u. a. O. sowie Siegmund Fraenkel, Zeitschrift für neutestamentliche Wissenschaft Jhg. 1907 S. 241 Gen. 37,29 übersetzt: ״und sie (die Midianiter) zogen Joseph aus der Grube und verkauften ihn an die Ismaeliter.“ Sefer hajaschar schiebt aber zwischen das Herausziehen aus der Grube und den Verkauf an die Ismaeliter einen Verkauf an die Midianiter ein. In seiner Darstellung wächst die Er- Zahlung und phantastische Ausschmückung der Geschehnisse zu einem ganzen Eoman aus. Nüchterner, aber der Sache nach ganz ähnlich ist

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