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Jeschurun · 1918-03-01 · Heft 3-4 (März 1918) · p. Seite 252

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 3-4 (März 1918)
Date
1918-03-01
Page
Seite 252 (sequence 120)
Language
German
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252 Die Josephserzählung. gesetz geht die קריעה in allen Fällen dem eigentlichen אבלות voran: Jore Deah Kap. 340), und niemand Jakob zu trösten vermag. Warum dann ריבך אתו, das auf die Worte בי ארד אל בני zurückgreift, am Schlüsse steht, erklärt ja Gunkel selbst gut. In Wahrheit ist denn auch der Hauptgrund für diese gewaltsame Scheidung ein anderer. 34a heißt es : Da zerriß Jakob seine Kleider. Es ist aber nun einmal ein Axiom der Kritiker, welches erst ganz neuerdings auch in ihren Kreisen zu wanken beginnt, daß dieser Karne des Erzvaters für E bezeichnend sei — , nur בני ישראל sage auch er (Wellhausen a. a. 0. S. 58) —, im Gegensatz zu J, dem der Karne Israel eigne. Dazu kommt, daß Reuben, der doch ebenfalls E kennzeichnen soll, V. 29 seine Kleider zerreißt. Eben darum ist es aber den Kritikern erwünscht, daß auch E V. 34 Jakob die Kleider zerreißen läßt. Gunkel hängt nur um alle diese Theorien das leicht durchsichtige philosophische Mäntelchen. Hat man einmal in diesem Kapitel, ״das von der gegenwärtigen Quellenkritik so gern als Paradestück für die Urkundenhypothese vorgewiesen wird“ (J. Dahse, Texkritische Materialien zur Hexateuchfrage I. Giessen Töpelmann 1912 S. 131), durchweg eine Doppelerzähiung angenommen, so ist man selbstverständlich gezwungen, auch am Schlüsse einen Doppelbericht zu finden. Proksch, der auch hier Dillmann und Gunkel folgt, aber zu empfinden scheint, daß ויתאבל וגי sich doch nicht so recht an Y. 33 anschließt, hilft sich über diese Schwierigkeiten folgendermaßen hinweg: ״Das Leidenschaftliche von E (V. 34 a) fehlt in J, die Trauer ist hier stiller aber tiefer.“ Solche Scherze wagt die Kritik aufzutischen. Mit liecht sagt Dahse a. a. 0. S. 134 unter Hinweis auf die einander widersprechenden Teilungsversuche Kautzschs, — dieser weist 34 E, 35 J zu — und Gunkels: ״Der common sense sagt jedem, der nicht auf die moderne Urkundenhypothese geeicht ist, daß die Verse 34 und 35 zusammen gehören. Die angebliche Tautologie ist durch den Stoff veranlaßt und führt nicht auf zwei Quellen.“ Es verlohnte sich wirklich nicht, alles das mit solcher Ausführlichkeit zu erörtern. Aber den Willkürlichkeiten der Kritik gegen-

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