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Jeschurun · 1918-03-01 · Heft 3-4 (März 1918) · p. Seite 254

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 3-4 (März 1918)
Date
1918-03-01
Page
Seite 254 (sequence 122)
Language
German
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254 Die Josephserzählung, die Auffassung der Tossaphisten. Nach ihnen haben die Brüder Joseph verkauft, indessen, ohne zu wissen, ob der in der Grube befindliche Joseph noch am Lehen sei. Während ihn nun die Midianiter aus der Grube zogen, kamen die Ismaeliter heran und verkauften ihn an diese (בעלי התיפפות על דזתורדז ובלהובר לטהרד ריב״א וברטבורא Warschau 1876 S. 36 b). Endlich ist noch die das Schriftwort schon mehr berücksichtigende Erklärung von Rabbi Jakob ben Meir zu verzeichnen. Die Brüder hätten Joseph an die Ismaeliter verkauft, diese sich aber aus Angst vor den dort befindlichen Schlangen gefürchtet, ihn aus der Grube zu ziehen. In diesem Augenblick kamen nun die Midianiter. Da diese ja nach Numeri 22, 7 die Kunst der Wahrsagerei und Zauberei verstehen, wurden sie von den Ismaelitern gedungen, Joseph vermittels geheimer Zaubermittel aus der Grube zu befreien. ״Und nachdem sie ihn herauszogen, scheint es, daß sie ihn auch verkauft haben. “ בעלי דזתספרת, Warschau, a. a. 0. S. 37, angeführt bei רי״בא). Derlei Deutungen, sicherlich die hier angeführte seines Bruders Rabbenu Tarn waren wohl Rabbi Samuel ben Meir bekannt; sie mögen ihn zu jener von ihm versuchten Lösung aller Schwierigkeiten noch besonders angeregt haben. Die schließlich von רטו״בם in Betracht gezogene Eventualität. ואן! אם באחד! לומר וימכרו אח ירסן! לישמעאלים בי אחיו מכרוחו אם כן צ״ל שחם ציוו למדינים סיחרים למושכו מן חבור וא״חב מכרוחו לישמעאלים stellt nur eine vereinfachende und befriedigere Variante der Erklärung seines Bruders Rabbi Jakob dar. Beiläufig sei hier noch darauf hingewiesen, daß die bei J. J. Sehudt jüdische Merkwürdigkeiten III S. 222— 327 mitgeteilte ״Komödie“, ״ •כלכיררת יוסףDie Verkaufung Josephs“, ״welche einige Hamburger und Prager Studenten sollen präsentiert und verfertiget haben, davon der Verfertiger und Hauptdirektor Beerman von Limburg sein soll“ Sehudt a. a. O. II. 6 Kap. 35 § 19 S. 314) fast Zug um Zug dem Sefer hajaschar getreulich folgt. Nur die Pigur des ״Pickelhäring“ ist natürlich neu hinzugekommen, während ganz zu Anfang der Midrasch selbst berücksichtigt wird; sogar der Engel, der dem Joseph im Schlafe erscheint, spielt im Sefer hajaschar, wenn auch an anderer Stelle als in der Komödie, eine Rolle. Sefer hai״ char lädt zu einer dramatischen Bearbeitung ja förmlich ein. Das scho. ote und tiefste hat die Komödie allerdings nicht aus ihm herausgeschöpft, die ihrem besonderen Ziel entsprechend den zweiten Teil in der Darstellung des Sefer hajaschar auch nur ganz kurz wiedergibt. Soeben im Begriffe, den Wunsch auszusprechen, daß Sefer hajaschar durch eine Übersetzung in das deutsche weiteren Kreisen zugänglich gemacht werde, sehe ich, daß dieser Wunsch, wenigstens was den die Josephsgeschichte angehenden Abschnitt betrifft — dieser macht dem Umfang und der Bedeutung nach den Hauptteil des Buches aus —, bereits dursh die vortreffliche, dieser Tage erschienene Übertragung von

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