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Jeschurun · 1918-03-01 · Heft 3-4 (März 1918) · p. Seite 182

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 3-4 (März 1918)
Date
1918-03-01
Page
Seite 182 (sequence 50)
Language
German
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182 Erschaffung, Entstehung, Entwickelung. de Fortschritt, der der Vollendung zustrebt, ist hier anzusetzen. Nun möchte ich sehr bezweifeln, ob diese erfolgte Neugestaltung nicht den Inhalt der Definition umwandelt. Es ist anzunehmen, daß dieser Vervollkommnungsprozeß nach Wiesner eine unendliche Linie ist, die Phylogenie also eine stetige Kurve, die sich einer festen Linie asymptotisch nähert. Wäre der Prozeß als endlich zu denken, so müßte er sich ja viel schärfer umschreiben lassen, oder es hätte doch statt des Prozesses eines Forts ehr eitens das Endstadium: Vollendung von Wiesner angegeben werden müssen. Da er das vermeidet, halte ich meine Folgerung für einwandfrei. — Es ist nun von Bedeutung festzustellen, daß wir diesen Zustand des Abschlusses in der Phylogenese nicht mit bestimmten, biologischen Stigmata festlegen können. Jede nähere Bezeichnung würde sich in Allgemeinheiten begrifflicher Natur erschöpfen, wie Vollkommenheit oder Optimum der Korrelation der Teile oder negativ ausgedrückt als Fehlen oder Minimum von Schädlichkeiten — unter der Voraussetzung, daß die Stammesentwicklung im Sinne eines Fortschrittes, einer ständigen Verbesserung erfolgt — oder Maximum der Differenzierung der Elementarorganismen — wenn ökologisches Denken verpönt und nur in der Entfaltung von Formenreichtum der Sinn organischen Geschehens zu suchen ist. Dann ist das Ziel der ethischen Entwicklung der Menschheit mit der Angabe vollkommener Harmonie der Individuen, richtiger und unangefochtener Abgrenzung altruistischer und egoistischer Regungen gegeneinander und Erfüllung der Pflichten aus ihrer Erkenntnis heraus ohne Schwanken wohl noch schärfer vorgezeichnet. — Ich glaube übrige: <^aß man vielleicht der Definition der Entwicklung gemän ach ein Optimum der Beziehungen zwischen den Enaformen annehmen müßte; denn da es bestimmt verschiedene Wege der Differenzierung der Arten gibt, wenn es überhaupt eine Stammes ent wicklung gibt! — wird man mit einer ganzen Zahl von Endformen rechnen müssen. Das ist überhaupt ein wunder Punkt der Deszendenztheorie, die monophyletisch (von einer Urform die späteren ableitet) gerichtet

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