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Jeschurun · 1918-03-01 · Heft 3-4 (März 1918) · p. Seite 153

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 3-4 (März 1918)
Date
1918-03-01
Page
Seite 153 (sequence 21)
Language
German
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Zionismus, Nationaljudentum und gesetzestreues Judentum. 153 national” empfinden wie sie. uns nicht zum modernen National- Judentum bekennen können, warum wir nicht in die zionistische Organisation einzutreten vermögen. Es soll unsere Stellungnähme erklären. Aber wir sind nicht der Meinung, daß dieso prinzipiellen Auseinandersetzungen irgend einen Einfluß auf einen Nationaljuden ausüben, ihn dem Zionismus entfremden oder auch nur irgend einen hindern könnten, sich dem National- Judentum zu verschreiben, dort, wo die psychologischen Bedingungen gegeben sind. Denn diese psychologischen Beweggründe sind das entscheidende. Das Nationaljudentum ist das Rettungsseil der religiös mit sich Zerfallenen oder der an der Unvergänglichkeit der jüdischen Religion Verzweifelnden. Aus dieser Quelle strömt ein wesentlicher Teil seiner Kraft. Nur die erste Zeit des Herzlichen Zionismus müssen wir hier ausnehmen. Man lese unsere Darstellung der geschichtlichen Entwickelung des Nationaljudentums in dem vorigen Hefte und man wird fast auf jeder Seite aus den eigensten Worten aller führenden Geister die Belege erbringen können. Im Herzen eines jeden Menschen schlummert die Liebe zum Ideal, es kommt für jeden, der nicht ganz in materialistische Interessen versunken ist, die Zeit, in der er sich bewußt wird, daß der Mensch nicht vom Brote allein lebt. Aus den Erlebnissen der Vergangenheit und Gegenwart, aus den Hoffnungen für die Zukunft zimmert sich ein jeder seine Welt- und Lebensanschauung. Glücklich sind diejenigen zu preisen, in denen Vergangenheitserinnerungen und Zukunffcshoffnungen nicht auseinanderklaffen, die dort, wo es die letzten Eragen des Menschendaseins gilt, als Kinder und Väter des Gleichen in Liebe gedenken und das Gleiche ersehnen. Daß dies das höchste Glück der Erdensöhne ist, wurde von allen vorurteilsfreien Erziehern des Menschengeschlechts erkannt. Dieses Glück schöpft die Menschheit aus der Religion, die ihr Ideal unwandelbar in allen Kämpfen der Zeitenmeinungen aufrecht erhält, keine aber mehr als die des geschichtlichen Judentums, das der unerschütterlichen Überzeugung lebt, daß alles, was

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