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Jeschurun · 1918-03-01 · Heft 3-4 (März 1918) · p. Seite 152

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 3-4 (März 1918)
Date
1918-03-01
Page
Seite 152 (sequence 20)
Language
German
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1^2 Zionismus, Nationaljudentum und gesetzestreues Judentum. Bekenntnis. Das Nationaljudentum ist keine ״Organisation“, keine Partei. Darum hinkt der Vergleich mit der Sozialistenpartei aufs stärkste. Diese verfolgt bestimmte ökonomische und politische Ziele, sie ist ein Zweckverband zur Erreichung bestimmter Interessen. Dort, wo sie Weltanschauung wird oder in ihrer Wirksamkeit auf Kulturfragen stößt und Stellung zur Religion nehmen muß, wandelt sich übrigens immer ihr Indifferentismus hinsichtlich der Religion zur Religionsfeindlichkeit. Aber sie fordert ja nicht den ganzen Menschen, sie befiehlt ihm nicht, sein ganzes Denken und Handeln der einen beherrschenden Idee unterzuordnen. Dies aber will das Nationaljudentum in allen seinen Vertretern, und dieser Forderung allein verdankt es auch seine Erfolge. Die echten und rechten Nationaljuden haben nicht bloß geredet und geschrieben, sie haben ihre Vergangenheit hinter sich geworfen, sie haben Vater und Mutter verlassen, um ihr'ganzes Sein der Idee hinzugeben. Wie sehr auch unserem Autor, wo er im Banne der zionistischen Ideologie und Terminologie steht — natürlich unbewußt — die Religion zum Sekundären wird, beweist der Umstand, daß ihm für das thoratreue Judentum, das uns und nicht minder ja ihm selbst das Ein und Alles ist der Ausdruck ״religiöses Parteibekenntnis“ entschlüpft. Das eben ist die abgrundtiefe Kluft, die im Prinzip den thoratreuen Juden vom Bekenner des Nationaljudentums trennt. Wir sind nicht eine Partei, das ist wenigstens unsere Überzeugung, um derentwillen allein für uns es sich verlohnt, Juden zu sein, wir sind die Träger der göttlichen Thora, das Gottesvolk, das Ganze des jüdischen Volkes, von dem die Leugner der Thora sich absplittern, das immer ein Ganzes bleibt, und wenn die abgesplitterten Teile auch zahlreicher werden sollten als der verbleibende Rest. Genug des Prinzipiellen! Es war unabhängig von der theoretischen Begründung, die wir zu Anfang vom Wesen des Judentums gegeben haben, den Misrachisten gegenüber noch einmal nötig zu sagen, warum wir. die wir ebenso ״jüdisch-

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