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Jeschurun · 1918-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1918) · p. Seite 84

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1918)
Date
1918-01-01
Page
Seite 84 (sequence 84)
Language
German
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84 .זצ״ל Rabbiner Josef Kobel. Baß-Schewa“ so habe ich einst von ihm gehört, und dieser einzige Ausspruch dürfte uns schon des Geistes seiner Tehillim- Forschung einen Hauch verspüren lassen. — ״So übergebe ich denn, von dem Wunsche r,להגדיל חורה ולהאדיר beseelt, diese Schrift der Öffentlichkeit,“ heißt es am Schlüsse des Geleitswortes. ״Ich wünsche ihm nicht des Libanons stolzes Rauschen, sondern nur etwas von seinem würzigen, belebenden Dufte. — Möge diese Schrift dazu beitragen, die Hoffnung zu beleben, daß dem Könige David, dem Gesalbten Gottes, zum Heile Israels ein Sproß entsteigen, daß Israels Heiligtum aus der Asche erstehen und daß die Ceder Israels wieder hoch in die Lüfte ragen werdet Es ist das Vermächtnis Josef Nobels, das in diesen Worten niedergelegt ist, sein Testament für seine Schüler und alle, die es werden mögen. ,,Die Hoffnung zu beleben, daß Israels Heiligtum aus der Asche erstehen werde“, — das war die große Aufgabe, die er sich selbst erwählt hatte und die er zu lösen suchte — achtzig Jahre lang. Er war ein Sänger der hoffenden Zuversicht, אהבה לו בכל יום שיבא war das Motto seines Lebens, und den Jungbrunnen in seinem Herzen tränkte er mit Davids Lobgesängen. — Hören wir, mit welchen Klängen er das Buch der Tehillim verhallen läßt: Es ist die Schilderung des 150. Psalms. ״Nun wird den Instrumenten, die als Mittel des Gott huldigenden Weltkonzertes dienen, die Ehre zuteil, mit Namen genannt zu werden. Sie, die Zeugen all der tiefsinnigen Herzensgüsse, all der Wonnen, in denen der Psalmist mit seinem Sangesgruße den Morgen geweckt, sie sollen dabei sein, da des Sängers Seele von seinem Seelenliede Abschied nimmt. Mit des Sängers Seele schwinge die Volksseele Israels, schwinge die Seele der ausgesöhnten, Gott huldigenden Menschheit, schwinge, lobe, preise alles, was eine Seele hat, in der vom Gottesodem belebten Welt: הללויה“ Tehillims lieblicher Nachbar in der Schar der heiligen Bücher, משלי, war es, das Josef Nobel vor etwa 12 Jahren erwählte, — אשר יחדו נמתיק סוד heimliche Zwiesprache mit ihm zu pflegen. Mir war es vergönnt, in langen Jahren den Kommentar zu משלי erstehen zu sehen und seiner Weisheit in dem Lern-

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