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Jeschurun · 1918-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1918) · p. Seite 73

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1918)
Date
1918-01-01
Page
Seite 73 (sequence 73)
Language
German
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Eabbiner Josef Nobel זצ״ל. 73 Geigenspieler, hielt die Geige in der Hand, als sie Arm in Arm ins Zimmer traten. Da rief ein Freund des Hauses, der neben dem Rebbe saß, bei ihrem Anblick: ״כגור געים עם כבל״ und schallende Heiterkeit sagte ihnen, daß man sie erkannt habe. Wenn Josef Nobel von seinem Rebbe sprach, dann vergaß er. daß er selbst hoch betagt war. daß auch er Generationen von Schülern herangebildet hatte, dann blieb er immer der Schüler und Esriel Hildesheimer immer der Raw. — Diese Verehrung, die den Tod des Lehrers überdauerte, wirkte in ihrer Unbegrenzheit so ergreifend, daß man ihrer nur mit zartem Verstehen Erwähnung tun darf. Der 4. Tamus, der Todestag des Meisters, war ihm ein Tag tiefsten Ernstes und sein Werk ״Thabor“ ist ״seinem im Eden weilenden großen Lehrer und väterlichen Freunde, dem Herrlichen im Volke Israel in unverlöschlich tiefer Dankbarkeit und Verehrung zugeeignet“. — Im Jahre 1861 war es, als Josef Nobel Eisenstadt verließ, um in Czongrad an der Theiß seine erste Rabbinerstelle einzunehmen. Die Probepredigt, die der Vierundzwanzigjährige hielt, gewann ihm im Sturme die Herzen der Zuhörer, und der Vorstand der Gemeinde ließ ihm mitteilen, daß der Schabbos der Probepredigt mit seiner Entschließung nicht übereinstimme; nicht וישלה, da er gesprochen, sondern וישראל אהב את :וישב יוסף סבל בניו — seine reizvolle Persönlichkeit hatte ihn den friedlichen Sieg über die Mitbewerber davontragen lassen. Nun, da die Pfeiler seines Hauses geschaffen waren, zögerte Josef Nobel nicht lange, dies Haus zu errichten, und Esther, die Pflegetochter von R. Aharaun Kutna, die gemeinsam mit ihm in geschwisterlicher Zuneigung herangewachsen war, ward seine Gattin. 56 Jahre lang umschloß beider Herzen die innigste Seelengemeinschaft, und הנאהבים והנעימים בחייהם ובמותם לא נפרדו — sieben Wochen nach seinem Scheiden folgte sie ihm in die Ewigkeit. — Doch verlassen wir die Gegenwart und die Stätte des Todes und kehren wieder zu dem Lebensweg Josef Nobels zurück. Sieben Jahre verweilte er in Czongrad, um dann — von der Liebe und Anhänglichkeit seiner Gemeinde geleitet —

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