Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- Seite 51 (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Josephserzählung. 51 S. 404 glauben machen möchte. Diese Bedeutung ist dort ganz unmöglich Wie Ehrlich אמת כעורים ,בעל נעורים ,ברי ״בוררים und ähnliche Wendungen mit einer solchen Auffassung in Einklang zu bringen vermag, ist mir unerfindlich. Und diese Frage müßte er sich doch vorgelegt haben. Jacob geht S. 36 ff auf die Kritiker ein, welche die Ortsangaben V. 14 f. auffällig finden. Bei Sichern und Dotan* gebe es keine Wüste Auch konnte Jakob von Hebron aus seine Söhne nicht in die doch immerhin entfernte Gegend von Sichern schicken. Ferner: 14a sei Dublette zu 13 a, da 13 b ein Stück der bei E üblichen Einleitung von Gesprächen sei. Er macht demgegenüber darauf aufmerksam, daß beginnendes דזלא gewöhnlich einen Vorwurf, eine Bitte, eine Verteidigung oder Entschuldigung einleite. :לכד bedeute eine starke Zumutung bei der ein inneres Widerstreben zu überwinden ist. ״Nunmehr bekommen V. 13. 14 ihren rechten Sinn. Es ist nichts Geringes, was Jakob verlangt. Die Brüder weiden in Sichern und so weit soll Joseph gehen, nach diesem gefährlichen Ort (zu Jacob ist hier noch ergänzend auf רמ״בם z. St zu verweisen!; zu den Brüdern die ihn hassen. Das ist eine große Zumutung, die der Vater mit dem erst einmal ungewiß prüfenden und hinfühlenden, das Nähere erst für die etwaige Zustimmung vorbehaltenden דללא und לבזר stellt. Eine Ablehnung oder Ausflucht wäre nicht verwunderlich gewesen... aber für den zartfühlenden, liebevollen und gehorsamen Sohn genügt schon eine halbe Rede des Vaters, (dem er nicht umsonst ein בן זקונים war). Und so antwortet er sofort, hingerissen wie der Prophet: דזיני Nun erst, nach dem Jakob sieht, daß den Joseph weder Sichern noch die Brüder schrecken, gibt er ihm den Zweck der Sendung an.“ Verbindet man das, was wir unsererseits ausgeführt haben, mit dem, was Jacob hier einleuchtend uarlegt, dann werden die Sätze 13 und 14 sowohl in ihrer sprachlichen Fassung wie bezüglich ihres Inhalts erst so recht verständlich. Das erstgenannte Bedenken erledigt Jacob ebenso treffend: ״Wegen כלדבר Vers 22 nach Beerseba hinabzugehen, ist ganz grundlos. Seit wann heißt בלדבר nur ״Wüste״ und nicht ebenso gut, ja von vomeherein ״Weide4־ Trift,“‘? Wenn es das nicht hieße, dürften sich auch die Brüder mit ihren Herden dort nicht aufhalten. In oder hei einem מדבר weiden auch Mose und David ihre Schafe.“ Man braucht hier in der Tat nur an Stellen wie Jeremia 9,9 und 23,10 Joel 1, 19, Ps. 78,52: ויכדזגם כעדזר בכלדבר U. a. 0., an den talmudischen Ausdruck מדבריות ZU denken, um einzusehen, daß diese Deutung keine Ausflucht ist. Über וימלחדלו מעמק חברון, wovon Jacob S. 42 f spricht, handelt jetzt ausführlich von ganz neuen Gesichtspunkten aus D. Hoffmann, Die wichtigsten Instanzen II S. 66 ff., s. übrigens auch Proksch, der sich hier gleichfalls gegen Steuernagel, Gunkel u. a. wendet. 4*