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Jeschurun · 1918-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1918) · p. Seite 42

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1918)
Date
1918-01-01
Page
Seite 42 (sequence 42)
Language
German
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42 Die Josephserzählung. der כתנת פסים nicht von so untergeordneter Bedeutung, wie dies Jacob will, und man darf nicht sagen, der בחנה פסים sei nur das sichtbare Zeichen usw. Nein! Solange ein solches sichtbares, in die Augen stechendes Zeichen der väterlichen Liebe noch nicht da war, das sich nicht übersehen und bestreiten ließ, das Tag für Tag und Stunde für Stunde zu den Brüdern sprach, solange sie nur instinktiv fühlen mochten, daß der Vater den Joseph mehr liebe als seine anderen Kinder, mochte ihr Stolz und ihr Selbstbewußtsein sie sich das noch nicht recht eingestehen lassen, und sie waren darum so lange noch nicht so sehr im tiefsten verletzt und betroffen. Jetzt erst sind sie7s. Die Alten, die gesagt haben: בשביל שני סלעים מילת שנרן יעקב ליוסף יותר משאר בניו נתקנאו בו אהיו ונתגלגל הדבר וירדו אבוחנו למצרים ״Wegen zwei Sela Wolle, die Jacob dem Joseph mehr gab als seinen anderen Söhnen, beneideten ihn die Brüder, kam die Sache ins Rollen und gingen unsere Väter hinab nach Ägypten“ (Sabbat 10b u. a. 0.) haben den Sinn der Schrift zutiefst erfaßt. Und es ist kein müßiges Spiel, wenn der Midrasch (Ber. rab. z. St.) das Wort פסים, es in seine Bestandteile zerlegend, erklärt: פטע־י־ סחרים ישמעאלים מדינים. Sinnig wird damit zum Ausdruck gebracht, daß alle Stationen in dem Leidenszuge Josephs in dem bunten Rock beschlossen, letzten Endes auf ihn zurückzuführen sind.1) Wenn aber die Schrift uns hier sagt: ״da haßten sie ihn.w den Joseph nämlich, so zeigt uns dies נ) Gunkel 3. AufL S. 403 meint, wie schon vor ihm Dillmann u. a. zu S. 23: דידזי כאשר בא יוסף אל אחיר ויפשיטו את כתכתד את הכתבת ״ :הפסים אבוד דלייוDie Worte fallen durch ihre Weitläufigkeit auf“ und will darum 7את הכתבת וגו als erklärende Glosse ansehen. Andere erblicken wieder in את כתבתו eine spätere Hinzufügung. Nur die schon fast krankhaftig ausgebildete Sucht, den Text überall zu zerpflücken, kann den Blick so trüben. Wie prachtvoll ist gerade diese plastische epische Breite! Wahrlich, man möchte hier kein Wort missen! Die Brüder können es gar nicht erwarten, ihm den verhaßten Rock vom Leibe zu reißen. Und so faßt doch auch Gunkel selbst den Satz auf; a. a O. Seite 407. Man beachte auch die gleiche Ausführlichkeit, mit der Vers 24 fortfährt: ויקחוהו וימלכו וגו״. Nun meinen die Brüder Josephs Zukunft begraben zu haben! Warum fehlt eine erklärende ״Glosse“ v. 31 u. 32? Auch dort steht das Wort jedesmal an seiner Stelle; es ist kein Zufall, daß es das eine mal הכתבת, das andere Mal את הכתבת הפסים heißt.-

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