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Jeschurun · 1918-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1918) · p. Seite 41

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1918)
Date
1918-01-01
Page
Seite 41 (sequence 41)
Language
German
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Die Josephs er Zahlung. 41 geschichte verschiedene Bezeichnungen für den Begriff des Kleides finden. In Wahrheit spielt der ,.bunte Bock״l) in der Josephsgeschichte eine so bedeutsame Rolle, daß es nicht auffällig sein kann, daß er an den doch verhältnismäßig wenigen Stellen, an welchen er genannt ist, immer mit demselben Worte bezeichnet wird. Dazu kommt, daß כתנת ja durchaus nicht nur das Priest er kleid bedeutet. Endlich läßt sich von כתנת פסים an der einzigen Stelle an welcher er uns sonst in der Bibel begegnet. 2. Sam. 13. 8. nicht mehr sagen, als daß er dort, um mit Franz Delitzsch zu sprechen, ״als auszeichnende Tracht unverheirateter Königstöchter erwähnt ist“. Wie dem auch sei, richtig ist jedenfalls, daß dieser bunte Rock in Joseph die Träume von zukünftiger Herrschaft vielleicht früher zur Reife bringt, als das sonst gekommen wäre, und daß auch darum Rock und Träume, von denen unmittelbar nacheinander die Rede ist, aus einer Quelle stammen müssen, (a. a. 0. S. 86.) Jacob mag recht haben, wenn er gegenüber den Kritikern sagt: ״Ebensowenig können die Brüder den Joseph allein darum haben ermorden wollen, weil ihm der Vater einen besonderen Rock machen ließ“. Aber er unterschätzt doch den כתנת פסים, den er selber ja sogar zu einem Königskleid erhöhen will, wieder viel zu sehr, wenn er ועשה לו כתנת פסים etwa in Klammern setzen möchte, ״er machte ihm z. B. einen bunten Rock“ und sagt: ״Der Rock ist nur das sichtbare in die Augen stechende Zeichen der Liebe des Vaters, und diese, gleichviel wie sie sich geäußert hätte, erweckte ihren Haß“, (a. a. 0.) Der Ausdruck ״ ,ויראוda sie sahen“ muß wörtlich genommen werden. Die Worte כי אותו וגו׳ sind also alles weniger als eine ״breite Wiederholung“.wieO.Proksch,(Die Genesis, Leipzig. Deiehert 1913 S. 218) meint. Liegt aber auf jenem Worte der Nachdruck, dann ist 1j Ich halte mich an die Übers, des Targ. Jon. sowie die des jer. Targum: פרגוד בלצוייר־ (ebens. LXX: 7:01x0.0c; vgl. auch Eer. r. 84, 16: כוזבת דזפסים־זדל דלפדגוד und Kimchi zu 37, o), ohne mich damit für sie zu entscheiden. Die meisten Neueren nehmen das Wort in dem Sinne, den gleichfalls bereits der Midr. Ber. r. ausdrückt: פסים־ט־דזיתד: בלגעת עד פ0 ידר* Ebenso deutet Peschita Aqu., Symm. das Wort.

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