Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- Seite 39 (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Josephserzählung. 39 Ringen Israel werden, um wahrhaft der von der Vorsehung ihm übertragenen Aufgabe würdig zu werden, Joseph erst von allen kleinen Schlacken und Eitelkeiten befreit sein, ehe der gottgewollte Traum seiner Jugend Wahrheit wird und Vater und Brüder sich vor ihm bücken. Kehren wir zu den Aufstellungen Jacobs zurück! Welches soll der Erfolg jener ganzen Erklärung sein? Daß Joseph Hirtenbursche bei den Söhnen der Sklavinnen seiner Mutter gewesen ist, ist doch schon an sich nicht sehr wahrscheinlich. V. 12 schickt Jakob den Joseph offenbar zu allen Brüdern, während er es V. 2, die Auffassung Jacobs vorausgesetzt, nur mit den Söhnen Bilhas und Silpas zu tun hat. Und weiter: Ist es nicht schon ohnedies schwierig, את אחיו in Satz 2 ausschließlich nur auf die Söhne Bilhas zu beziehen? Vor allem: Ist es wirklich glaublich, daß die jedesmalige Antwort, welche Joseph auf die angeblichen Aufträge des Vaters zu bringen hatte, immer nur in frechen und losen Reden der Brüder bestanden habe? Selbst einmal angenommen, daß die Brüder dem Vater gegenüber wenig Ehrfurcht bezeugt hätten, wäre doch unwahrscheinlich, daß sie für sämtliche Befehle und Wünsche dieser Auffassung wird also anerkannt, daß Jakob sich den Segen der Erstgeburt erst noch verdienen mußte. Jakob hatte sich zwar der Mutter gegenüber als der איש תם, der er war, gezeigt, wenn er auf ihren Befehl, — man beachte genau 27,8 —, erwiderte: וחייתי בעיניו כמתעתע a. a. 0. v. 12. Er fügte sich erst dem nochmaligen mütterlichen Gebot אך שבלע בקולי v. 1:1, nachdem diese alles auf sich nahm: עלי קללתך בכי; s. zu den letzteren Worten auch die Bemerkung des Mdr. Ber. r. Kap. 65. Erst, als Jakob Israel wurde, ist der שר של עשר ein für allemal erledigt. Aber auchEsau, der nunmehr zu Jakob spricht יש לי רב אחי ידלי לך אשר לך Gen. 33,9, ist ein ganz anderer geworden und erkennt die sittliche Überlegenheit (s. weiter unten) Jakobs sowie dessen Bechte an, während Jakob sich bewußt ist, ihn um Verzeihung und Versöhnungbitten zu müssen: man gehe nicht an dem kennzeichnendem Ausdruck: 32,21 אכפרח פניו vorüber. WundervoB ist die Bemerkung, welche der Midrasch (Ber. r. Kap. 7&ל s. a. Basch! z. St.) zu 33,9 macht: . לפו שחיו חברכות מפוקפקות בידו וחיכן כתאוששו כאן מן דא״ל אחי יחי וגו׳. S. schließlich noch Tanchuma ed. Buber I, S. 143f. und Jalkut, Kap. 115: ג׳ דמעות חוריד עשו אחד ־די-ל-ייו ואחד משמאלו ואחד כסתלקח בתוך עינו ,וחיא חאכילתם לחם דמעח ותשקמו בדמעות שליש.