Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- Seite 33 (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Josephserzählung. 33 Die Josephserzählung*). Von Rabbiner Dr. Jakob Horovitz, Frankfurt a. M. 3. Haß und Neid. Der bunte Rock und die Träume. Wir haben schon gehört, daß die Kritik Haß und Neid in der Josephsgeschichte auf zwei verschiedene Quellen verteilen will. E bekommt jenen mitsamt den Träumen, J diesen zusamt dem bunten Rock. Kittel meint, dem Sinne nach passe zum Rock wie zur väterlichen Liebe nur die Eifersucht, wogegen zur Angeberei nur der Haß stimme. Auf Grund dieser Psychologie weist er Eifersucht, Armelrock. Liebe J. zu; Haß und ״üble Nachrede“ bleiben dann für E. übrig, dem aus ״anderen Gründen“, auch die Träume zugehören sollen. Folgerichtiger ist Holzinger. Da es drei Haßmotive gibt, haben wir auch drei Quellen anzunehmen. Also stammt die üble Nachrede aus—P. ״Man sieht,“ sagt Jacob a. a. 0. S. 83, treffend in einer Übersicht über diese Versuche, ״bei einiger Übung funktioniert der Apparat der Quellenscheidung schon fast automatisch.“ *i In der vorigen Nummer ist Folgendes zu berichtigen: S. 660 3 Abs. Z. 3 ist statt ״Berlin“ zu setzen ״Gießen“, S. 673 Z. 9 v. u. des Petitdrucks ist ״dazu kommt“, zu streichen und ״In“ statt ״in“ zu setzen, S. 674 4. Abs. zweites Wort ist ״er״ statt ״der“ zu setzen, S. 677 ist Z. 4 v. u. ״ja״ bis ״entreißen“ zu streichen. S. 678 Anm. Z. 2 ist ״seiner“ statt ״einer“ zu lesen, Z. 6 ״allsogleich“ statt ״alsogleich“, Z. 7 ist nach Brüder ״also“ einzuschalten, Z. 9 das erste hebräische Wort zu streichen, Z. 9 nach ״verschaffen״ ein Punkt zu setzen, Z. 3 Anm. a. a. 0. ist nach ״verstanden״ nachzutragen: s. auchBiur zu 37,22. Schließlich noch die Bemerkung, daß wenn ich S. 668 u. 672 sage, daß Philo dem Midrasch folgt, ich natürlich nicht meine, daß Philo den viel später redigierten Midrasch in der vorliegenden Form auch nur indirekt benutzt haben könne. Ich bin aber der Überzeugung, daß da, wo eine Übereinstimmung vorliegt und dies ist, wie ich auch hier an einigen wenigen Beispielen, die sich noch sehr vermehren lassen, zu zeigen Gelegenheit habe, viel häufiger der Fall, als in der bisherigen Literatur angenommen wird, nicht der Midrasch aus Philo geschöpft hat, sondern dieser aus uralter jüdischer Überlieferung. Manche Übereinstimmung zwischen Philo und Josephus dürfte auch dadurch zu erklären sein. Es ist mir selbst fraglich, ob der sog. Midr. Tadsche, wie A. Epstein, Rev. d. et. j. XXI, S. 80 ff. meint, wirklich Philos Schrift über die Weltschöpfung direkt benutzt habe. 3